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Programm 2006

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Ausstellung

Eröffnung des Festivals
Freitag, 20.01.2006
Deutsches Filmmuseum

Ausstellung im Foyer des Deutschen Filmmuseums
vom 20.01.2006 bis 12.02.2006

Vernissage 19.00 Uhr im Foyer des Deutschen Filmmuseums

Kinshasa - Bilderchronik einer Stadt
Gemälde von Ange Kumbi

Der bedeutende Vertreter der populären kongolesischen Kunst Ange Kumbi steht in der Tradition der kongolesischen Tafelbildmalerei. Diese hat sich in den 1970ern im urbanen Milieu außerhalb des akademischen Kunstbetriebes ursprünglich aus der Schildermalerei entwickelt und wurde durch Namen wie Moke oder Chéri Samba bekannt.
Ange Kumbi ist einer dieser malenden „Griots“ des kongolesischen Lebens, die mit ihren Werken immer hautnah am Puls der Zeit sind. Die Themen sind Alltagszenen, in denen in der Art von Comics Kommentare und Sprechblasen eingefügt werden, die den Betrachter in einen lebendigen Dialog hineinziehen. Die Straßenszenen erzählen von Geschäftemachern, Liebespaaren, Prostituierten, Aids, Straßenkindern, Korruption, aber auch von der Sehnsucht nach Glück. Sie schildern ohne Scheu und Pathos die unhaltbaren Zustände, benennen Betrug und Verbrechen der Politiker und ihrer ausländischen Komplizen. Sie fixieren in kontrastreichen, bunt bewegten – karikierenden, beißend satirischen oder drastisch schockierenden – Bildern das Wesentliche des kollektiven Gedächtnisses des Volkes. Sie sind somit beeindruckende Chroniken des kongolesischen (Über)Lebenskampfes und -mutes inmitten langjähriger (neo)kolonialer Unterdrückung, Diktaturen, Bürgerkriege, Gewalt und Misere. Wir sehen Menschen, die trotzdem leben, lieben, lachen, tanzen und hoffen. Diese Kunst zelebriert die unverdrossene Vitalität der afrikanischen Millionenmetropole Kinshasa – früher auch „Kin-La-Belle“ genannt - und ihren „Charme“, den sie trotz aller Widrigkeiten noch bewahrt hat.

2003 musste Ange Kumbi seine Heimat aus politischen Gründen verlassen, seitdem lebt er in Deutschland. Seine Bilder waren seit den 1980ern bereits in Kinshasa, Paris, Brüssel, Wien, Berlin und New York zu sehen. Zur Vernissage spielt der Künstler Lieder aus Kinshasa und begleitet sie auf seiner Gitarre.

Mit afrikanischem Büffet.

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Maria Németh – Vera Thümmel – Beatrix Kühne
Ausstellungsgruppe des Africa Alive Festivals


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