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Programm 2006

Schwerpunkt 

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Filmprogramm

im Deutschen Filmmuseum und im Filmforum Höchst

Programmübersicht als pdf zum Download

Freitag 20.01.2006
Deutsches Filmmuseum
20.30 Uhr

Ouaga Saga

Dani Kouyaté, Burkina Faso/Frankreich 2004, 85 min, OmU
mit Amidou Bonsa, Sébastien Bélem

Ouaga Saga ist eine Hommage an die Vitalität der Stadt Ouagadougou, ihre Jugend und das Kino. Im Mittelpunkt steht eine Gruppe von Jugendlichen die sich in einem ärmlichen Viertel der Hauptstadt Burkina Fasos mit Gelegenheitsarbeiten durchzuschlagen versucht. Sie alle hängen ihren Träumen nach, möchten Musiker oder Fußballspieler werden. Mit dem Diebstahl eines Scooters hoffen sie, diese verwirklichen zu können.
Der Film ist inspiriert von Kindheitserlebnissen des Regisseurs, die er mit viel Leichtigkeit, Humor und einigen Märchenelementen umsetzt.
In Anwesenheit von Dani Kouyaté (angefragt)!

23.00 Uhr

L’Enfant endormi – Das schlafende Kind

Yasmine Kassari, Belgien/Marokko 2004, 95 min, OmU
mit Rachida Brakni, Mounia Osfour
Im Maghreb, im Nordosten Marokkos, existiert der alte Glaube, dass eine Frau ihren Fötus im Bauch durch spezielle Rituale zum Einschlafen bringen kann. Damit verzögert sie die Geburt des Kindes um Monate.

Dieser Mythos war Ausgangspunkt und Inspiration für die Regisseurin und Drehbuchautorin Yasmine Kassari, das Leben der in Marokko von ihren Männern zurückgelassenen Frauen zu schildern.Gezeigt wird dies durch die Figur der Zeinab. Ihre Hochzeit in der kleinen Siedlung mitten in der trockenen Einöde verläuft noch fröhlich. Doch es liegt bereits eine melancholische Stimmung über dem Fest, denn alle wissen, dass demnächst die Männer das Dorf in Richtung Spanien verlassen werden. Dort hoffen sie, Geld für ihre Familien zu verdienen.

Filmforum Höchst
20.30 Uhr
Drum
Zola Maseko, Südafrika/USA/Deutschland 2004, 95 min, OmU
mit Taye Diggs, Gabriel Mann, Jason Flemyng
Vor dem Hintergrund des Südafrikas der 50er Jahre erzählt Regisseur Zola Maseko die Geschichte des Journalisten Henry Nxumalo, der sich gegen das Unrecht der Apartheid wehrte. Doch erst spät erkannte er die Verantwortung, die er als Familienvater, schwarzer Südafrikaner und Journalist gegenüber den Menschen hatte, die wie er ein Leben in Ausbeutung, Unterdrückung und Demütigung ertragen mussten. Als „Mr. Drum“ wurde Nxumalo zum Enthüllungsjournalisten in einer Zeit, in der sich die Staatsgewalt nicht rechtfertigen musste und an einem Ort, an dem das Leben eines Schwarzen für viele als wertlos galt. Auf seinen Recherchen begleitete ihn der heute weltbekannte Fotograf Jürgen Schadeberg, der das größte Fotoarchiv über die Apartheidzeit besitzt.
DRUM wurde 2005 auf den FESPACO in Ouagadougou mit dem 1. Preis ausgezeichnet.

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Samstag 21.01.2006
Deutsches Filmmusem
18.00 Uhr
L’Enfant endormi – Das schlafende Kind
Yasmine Kassari, Belgien/Marokko 2004, 95 min, OmU
mit Rachida Brakni, Mounia Osfour
Wdh. vom 20.01.2006

20.30 Uhr
Delwende – Lève-toi et marche
S. Pierre Yaméogo, Burkina Faso/Frankreich/Schweiz 2005, 90 min, OmeU
mit Blandine Yaméogo, Claire Iboudou
In einem entlegenen Dorf sterben mehrere Kinder an einer Meningitis-Epidemie. Die Dorfbewohner, die davon nichts wissen, vermuten dahinter das Werk von Hexen, die nach alter Tradition ‚Kinder essen’. In der jungen Pougbila, die überraschend verheiratet werden soll, glauben sie die Schuldige gefunden zu haben. Doch deren Mutter setzt sich zur Wehr. Yaméogo setzt mit seinen Film ein Zeichen für die Überwindung von Traditionen und für die Stellung der Frau in der heutigen Gesellschaft.

22.30 Uhr
Ouaga Saga
Dani Kouyaté, Burkina Faso/Frankreich 2004, 85 min, OmU
mit Amidou Bonsa, Sébastien Bélem
Wdh. vom 20.01.2006

Filmforum Höchst
18.30 Uhr
Puk Nini
Fanta Regina Nacro, Burkina Faso 1995, 32 min, OmfU
Eine schöne Senegalesin trifft in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou ein und verführt den dazu gerne bereiten Salif. Bewandert in den Künsten der Erotik, weiß sie, wie sie sich und ihm Genuss verschafft, hilft mit Aphrodisiaka nach, um schwindelnde Höhen zu erreichen. Und kassiert. Salifs Ehefrau entschließt sich nach dem ersten Schock, das Geheimnis der Senegalesin zu ergründen.

Le Truc de Konaté
Fanta Regina Nacro, Burkina Faso1998, 32 min, OmfU
Die Frau von Konaté, die Angst vor AIDS hat, bringt Präservative mit nach Hause, aber ihr Mann weigert sich, diese zu benutzen. Fanta Regina Nacro erzählt in humorvollem Ton, um den Gebrauch des Präservativs in einer noch konservativen Gesellschaft zu entdramatisieren.

20.30 Uhr
La Nuit de la vérité – Die Nacht der Wahrheit
Fanta Regina Nacro, Burkina Faso/Frankreich 2004, 100 min, OmU
mit Naky Sy Savané, Georgette Paré
Die burkinische Regisseurin Fanta Regina Nacro drehte mit La Nuit de la vérité nach einer Reihe von Kurzfilmen ihren ersten langen Spielfilm. Die Geschichte spielt in einem imaginären westafrikanischen Staat. Nach jahrelangem blutigem Bürgerkrieg treffen sich die Repräsentanten der verfeindeten Parteien, um einen Friedensvertrag abzuschließen. Aber der Hass und die Erinnerung an die begangenen und erlittenen Verbrechen sitzen tief und bedingen das gegenseitige Misstrauen. Der Präsident, in dessen Residenz das Treffen stattfindet und der Führer der Rebellenarmee unterzeichnen schließlich das Friedensabkommen, das mit einem Fest gefeiert werden soll. Aber nicht alle sind damit einverstanden ...
Als Tragödie, die schließlich mit regelrechten Opferungen endet, erzählt Fanta Regina Nacro vom schwierigen Weg zur Versöhnung und zum Frieden. Sie selbst erlebte die grausame Tötung ihres Onkels, der, angeklagt einen Staatsstreich geplant zu haben, nach Folterungen lebendig verbrannt wurde. Auch dieses Trauma verarbeitete sie in ihrem verstörenden Film.
In Anwesenheit von Hauptdarstellerin Georgette Paré!

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Sonntag 22.01.2006
Deutsches Filmmuseum
18.00 Uhr
Delwende – Lève-toi et marche
S. Pierre Yaméogo, Burkina Faso/Frankreich/Schweiz 2005, 90 min, OmeU
mit Blandine Yaméogo, Claire Iboudou
Wdh. vom 21.01.2006

20.30 Uhr
La Nuit de la vérité – Die Nacht der Wahrheit
Fanta Regina Nacro, Burkina Faso/Frankreich 2004, 100 min, OmU
mit Naky Sy Savané, Georgette Paré
In Anwesenheit von Hauptdarstellerin Georgette Paré!
Wdh. vom 21.01.2006

Filmforum Höchst
18.30 Uhr
Namibia – Rückkehr in ein fremdes Land
Christoph Schuch, Deutschland 1997, 90 min
Dass es mitten in Windhuk einen „Ossi- Club“ gibt, muss schieren ‚Unglauben' hervorrufen. Allerdings stammen die jungen Leute, die sich heute in Windhuk treffen, um Erinnerungen an die ehemalige DDR aufzufrischen, nicht aus Berlin oder Brandenburg, sondern aus Namibia selbst. Von ihren Eltern im Unabhängigkeitskrieg der SWAPO anvertraut, gelangten sie Anfang der 80er Jahre zusammen mit einer größeren Gruppe namibischer Kinder und Jugendlicher durch Vermittlung der MPLA Angolas in die damalige DDR. Sie wurden dort aufgenommen und in einem ehemaligen Schloss in der Nähe Berlins untergebracht, versorgt und ausgebildet. Der Film beschreibt verschiedene Lebenslinien anhand einer Reise, die Christoph Schuch und sein Team anno 1996 durch das beeindruckend weite, karge Land von Windhuk nach Ondjiva im Süden Angolas machten.

20.30 Uhr
Moolaadé
Ousmane Sembène, Senegal/Burkina Faso/Marokko/Frankreich / 2004, 100 min, OmU
mit Fatouma Coulibali, Maimouna Hélène Diarra
Mit Moolaadé beendet Ousmane Sembène nach Guelwaar und Faat Kine seine Trilogie mit dem Namen "Héroisme au quotidien" (alltägliches Heldentum), die er den afrikanischen Frauen gewidmet hat.
Collé Ardo ist von außen betrachtet keine besonders bedeutende Figur – „nur“ die zweite Frau eines der wichtigeren Bewohner des Dorfes, aber zu ihr flüchten vier Mädchen, um der Beschneidung zu entgehen. Sie wissen, dass Collé diese Praktik ablehnt. Ihre einzige Tochter, Amsatou, ist eines der wenigen Mädchen im Dorf, das nicht „gereinigt“ wurde. Collé spannt ein Seil über ihre Schwelle und verkündet „moolaadé“, das traditionelle Schutzrecht. Diese Maßnahme spaltet die Dorfgemeinschaft ...

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Montag 23.01.2006
Filmforum Höchst
18.30 Uhr

Namibia Crossings

Peter Liechti, Schweiz 2004, 92 min, OmU

12 Musiker und Sängerinnen aus Namibia, Zimbabwe, der Schweiz und Russland, die „Hambana Sound Company“, gehen zusammen in Namibia auf Konzerttournee. 12 verschiedene Träume unterwegs in einem Land, das sich genauso wie das frisch gegründete Ensemble von Grund auf neu erfinden muss: Namibia, ehemals Deutsch-Südwestafrika. Die gemeinsame Suche nach den tieferen Quellen von Musik wird mehr und mehr zur Grenzerfahrung jedes Einzelnen, vor allem durch die Begegnung mit den lokalen Musikgruppen in den abgelegenen Provinzen – euphorische, traurige, heftige Begegnungen ...

20.30 Uhr
Les Habits neufs du Gouverneur – Des Gouverneurs neue Kleider
Mwézé Ngangura, Rep. Kongo/Belgien, 87 min, Ome/fU
mit Felix Wazekwa, Marie Misamu
Inspiriert von H. C. Andersens berühmtem Märchen erzählt der kongolesische Regisseur Mwézé Ngangura die Geschichte eines kleinen Beamten der „Global Business International“, der zur großen Überraschung aller plötzlich zum Gouverneur der Provinz Zerbo ernannt wird. Heimlich holt er seine Frau Mopaya, die aus der mit Zerbo verfeindeten Nachbarprovinz stammt, und ihren gemeinsamen Sohn Petit-Prince in seine Residenz. Zwei Spitzbuben, die sich als Schneider ausgeben, finden ebenfalls Aufnahme. Für ein Fest schneidern sie dem Gouverneur neue Kleider, die für „Dummköpfe und Unwissende“ nicht zu sehen seien ...
Mwézé Ngangura, der bereits mit seinen Filmen La Vie est belle und Pieces d’identite bei Africa Alive zu Gast war, thematisiert mit seinem neuen Film Les Habits neufs du Gouverneur vor allem den Missbrauch von Macht als eines der großen Probleme Afrikas.
In Anwesenheit von Mwézé Ngangura!

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Dienstag 24.01.2006
Deutsches Filmmuseum
18.00 Uhr
Les Habits neufs du Gouverneur – Des Gouverneurs neue Kleider
Mwézé Ngangura, Rep. Kongo/Belgien, 87 min, Ome/fU
mit Felix Wazekwa, Marie Misamu
In Anwesenheit von Mwézé Ngangura!
Wdh. vom 23.01.2006

20.30 Uhr
Drum
Zola Maseko, Südafrika/USA/Deutschland 2004, 95 min, OmU
mit Taye Diggs, Gabriel Mann, Jason Flemyng
Wdh. vom 20.01.2006

Filmforum Höchst
18.30 Uhr
Omulaule heißt schwarz
Beatrice Müller, Nicola Hens und Susanne Radelhof, Deutschland 2003, 66 min
Nach dem Zusammenbruch der DDR mussten zahlreiche Kinder aus Namibia, die einst in die DDR gebracht wurden, wieder zurück in eine ihnen fremde Heimat. Sie nennen sich ‚Omulaule’. Das ist Oshiwambo und bedeutet schwarz. Aber für die schwarzen Einheimischen sind sie immer noch Deutsche. Allen ‚Omulaule’ ist gemeinsam, dass sie nach einem Halt in ihrer zerrissenen Biographie suchen. „Wir sind wenigstens in einem Staat groß geworden, den es nicht mehr gibt“ meinen einige von ihnen.

20.30 Uhr
L’Enfant endormi – Das schlafende Kind
Yasmine Kassari, Belgien/Marokko 2004, 95 min, OmU
mit Rachida Brakni, Mounia Osfour
Wdh. vom 20.01.2006

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Mittwoch 25.01.2006
Deutsches Filmmuseum

18.00 Uhr
Wir hatten eine Dora in Südwest
Tink Diaz, Deutschland/Namibia 1991
Der Film greift einen wenig beachteten Aspekt der deutschen Kolonialgeschichte und ihrer Folgen auf. 1907 wurde der ,Deutschkoloniale Frauenbund’ gegründet, der deutsche Frauen an die in Namibia ansässigen Siedler und Schutztruppen vermittelte und seine Tätigkeit auch nach 1918 fortsetzte. Der Film kompiliert Archivmaterial, Lieder und Zitate aus Kolonialromanen mit den Aussagen von Frauen die in den 1930er und 1940erJahren ausgewandert sind und heute noch dort leben. Dadurch ergibt sich ein Bild von den Einstellungen und Verhaltensweisen der deutschstämmigen Namibier gegenüber den Schwarzen auch nach der Unabhängigkeit.

20.30 Uhr
Moolaadé
Ousmane Sembène, Senegal/Burkina Faso/Marokko/Frankreich 2004, 100 min, OmU
mit Fatouma Coulibali, Maimouna Hélène Diarra
Wdh. vom 22.01.2006

Filmforum Höchst
18.30 Uhr
Namibia Crossings
Peter Liechti, Schweiz 2004, 92 min, OmU
Wdh. vom 23.01.2006

20.30 Uhr

Arlit, deuxième Paris – Arlit, ein zweites Paris

Idrissou Mora-Kpai, Benin/Frankreich 2005, 78 min, OmU

Arlit ist das Portrait einer Grenzstadt in der Wüste und des alten Issa, der ein letztes Mal dorthin reist, um seinen Sohn und seine Freunde von früher zu besuchen. Die Stadt Arlit verdankt ihre Entstehung den Uranminen und der Einwanderung und war einst eine blühende Oase, Ziel von Glücksrittern und für viele Afrikaner ein zweites Paris. Die Aufstände der Tuareg und der Verfall des Uranpreises änderten die Situation völlig. Heute erlebt Arlit einen umgekehrten Trend.
„Als letzte schwarz-afrikanische Stadt auf dem Weg durch die Sahara nach Europa ist sie aufgrund ihrer geographischen Lage ein beliebter Ort für alle, die aus dem Süden kommen und in den Norden wollen. In den westlichen Medien werden diese Menschen oft als unerwünschte illegale Migranten dargestellt und nur selten als Individuen, die inmitten der globalen Probleme wie Armut, Trennung, Exil etc. eine persönliche Geschichte haben.“ (Idrissou Mora-Kpai)
In Anwesenheit von Idrissou Mora-Kpai!

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Donnerstag 26.01.2006
Deutsches Filmmuseum
18.00 Uhr
Max and Mona
Teddy Mattera, Südafrika 2004, 98 min, OmeU
mit Mpho Lovinga, Jerry Mafokeng
In einem kleinen Dorf lebt der Junge Max, der die besondere Gabe besitzt, Leute zum Trauern zu bringen. Trotz seines Talentes beschließt er in die Stadt zu gehen, um Arzt zu werden. Begleitet von der Ziege Mona gerät er dort, da er seine Studiengebühren nicht bezahlen kann, an seinen betrügerischen Onkel Norman, der in Drogengeschäfte verwickelt ist. Dieser versucht die Fähigkeiten des Jungen für seine Zwecke einzusetzen.

20.30 Uhr
Arlit, deuxième Paris – Arlit ein zweites Paris
Idrissou Mora-Kpai, Benin/Frankreich 2005, 78 min, OmU
In Anwesenheit von Idrissou Mora-Kpai!
Wdh. vom 25.01.2006

Filmforum Höchst
18.30 Uhr
Zulu Love Letter
Ramadan Suleman, Südafrika/Frankreich 2004, 100 min, OmU
mit Pamela Nomvete Marimbe, Mpumi Malatsi
Der zweite Spielfilm von Ramadan Suleman (Fools 1996) spielt einige Jahre nach den ersten demokratischen Wahlen in Südafrika. Er schildert das psychologische Drama der Journalistin Thoudi, die ihre Traumatisierung durch die Apartheid nicht vergessen kann. Während der Apartheid schwanger inhaftiert und gefoltert, brachte sie ihr Kind taub zur Welt. Die traumatisierte Tochter wiederum hofft durch Herstellung eines ‚Zulu love letter’, eines Amuletts, Zugang zu ihrer Mutter zu finden. Die Apartheid jedoch lässt Thandi nicht so schnell los ...
Beste Hauptdarstellerin und Spezialpreis der Europäischen Union beim FESPACO 2005.

20.30 Uhr
Drum
Zola Maseko, Südafrika/USA/Deutschland 2004, 95 min, OmU
mit Taye Diggs, Gabriel Mann, Jason Flemyng
Wdh. vom 20.01.2006

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Freitag 27.01.2006
Deutsches Filmmuseum
Südafrikaabend:
18.00 Uhr
The Life and Times of Sarah Baartman ‚The Hottentot Venus’
Zola Maseko, Südafrika/Frankreich/GB 1998, 52 min, DF
Die 1789 in Südafrika geborene Sarah Baartman vom Volk der Khoisan kam Anfang des 19. Jahrhunderts nach London. Dort war sie ein viel bestauntes und ausgebeutetes Objekt: Sie wurde zuerst in London und danach in Paris als "Hottentoten-Venus" öffentlich zur Schau gestellt und in die Prostitution gezwungen. Nach ihrem Tod im Jahr 1815 wurde ihre Leiche von Cuvier seziert, Gehirn und Geschlechtsteile in Formaldehyd konserviert, das Skelett und ein Gipsabdruck ihrer Gestalt im Pariser Musée de l’Homme aufbewahrt.

20.30 Uhr
Have You Seen Drum Recently?
Jürgen Schadeberg, GB/Südafrika 1989, 77 min, engl. OmfU
In Ergänzung zu Drum zeigen wir als besonderes Highlight den Dokumentarfilm Have you seen Drum recently? des Fotografen Jürgen Schadeberg, der ebenfalls für das Magazin Drum gearbeitet hat und auch eine der Hauptfiguren des gleichnamigen Spielfilmes ist. Der Film zeigt den Einfluss des gleichnamigen Magazins auf das kulturelle und politische Leben in Südafrika in den 1950er Jahren sowie die Auswirkungen der Apartheid auf das Leben. Mit Originalfotos aus dem Drum Archiv, seltenen Aufnahmen des jungen Nelson Mandela und Oliver Tambo bei ihren ersten politischen Aktionen und Originalmusik u.a. von Miriam Makeba vermittelt er die Atmosphäre des lebendigen Stadtteiles Sophiatown, der schließlich abgerissen wurde.

22.30 Uhr
Drum
Zola Maseko, Südafrika/USA/Deutschland 2004, 95 min, OmU
mit Taye Diggs, Gabriel Mann, Jason Flemyng
Wdh. vom 20.01.2006

Filmforum Höchst
18.30 Uhr
Moi et mon Blanc
S. Pierre Yaméogo, Burkina Faso/Frankreich/Schweiz 2003, 90 min, OmU
mit Serge Bayala, Pierre-Loup Rajot
Der afrikanische Student Mamadi lebt in Frankreich und wartet seit sechs Monaten auf sein Stipendium, um sein Studium fortsetzen zu können. Zudem ist seine Aufenthaltsgenehmigung abgelaufen. Um zu überleben, nimmt er einen Job als Nachtwächter in einem Parkhaus an und beobachtet dort zwei Dealer beim Verstecken eines Päckchens. Fest entschlossen, diesen Fund zu behalten, sind Mamadi und sein französischer Freund Franck bald gezwungen nach Burkina Faso zu fliehen ...
„Moi et mon Blanc, was soviel heißt wie ‚Ich und mein Weißer’“, ist eine stimmige Komödie, die in Paris beginnt und in Ouagadougou endet. Pierre Yaméogo zeichnet darin Konturen von zwei Welten nach, in denen jede seiner beiden Figuren einmal in die Minderheit versetzt ist. Schließlich sind wir alle an den meisten Orten dieser Welt Fremde. Der Unterschied zwischen einzelnen Orten besteht vor allem darin, wie mit dem Fremden umgegangen wird.“ (Walter Ruggle, trigon Film)

20.30 Uhr
Zulu Love Letter
Ramadan Suleman, Südafrika/Frankreich 2004, 100 min, OmU
mit Pamela NomveteMarimbe, Mpumi Malatsi
Wdh. vom 26.01.2006

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Samstag 28.01.2006
Deutsches Filmmuseum

20.30 Uhr
Max and Mona
Teddy Mattera, Südafrika 2004, 98 min, OmeU
mit Mpho Lovinga, Jerry Mafokeng

22.30 Uhr
Les Habits neufs du Gouverneur – Des Gouverneurs neue Kleider
Mwézé Ngangura, Rep. Kongo/Belgien, 87 min, Ome/fU
mit Felix Wazekwa, Marie Misamu
Wdh. vom 23.01.2006

Filmforum Höchst
18.30 Uhr
Zulu Love Letter
Ramadan Suleman, Südafrika/Frankreich 2004, 100 min, OmU
mit Pamela NomveteMarimbe, Mpumi Malatsi
Wdh. vom 26.01.2006

20.30 Uhr
Drum
Zola Maseko, Südafrika/USA/Deutschland 2004, 95 min, OmU
mit Taye Diggs, Gabriel Mann, Jason Flemyng
Wdh. vom 20.01.2006

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Sonntag 29.01.2006
Deutsches Filmmuseum

18.00 Uhr
Frühe Kolonialfilme
Die deutschen Kolonien waren immer wieder Schauplatz für koloniale Reise- und Jagdbilder. Doch nur wenige Filme sind aus der Zeit überliefert. Eine Auswahl wird von dem Filmhistoriker Dr. Wolfgang Fuhrmann vorgestellt. U.a.
Ausschnitte aus dem Forschungsfilm Buschmänner in der Kalahari,
Rudolf Pöch, Deutsch-Südwest Afrika, 1907-1909, ca. 7 min
In Deutsch-Ostafrika während des Ersten Weltkrieges. Aufnahmen aus den Jahren 1914-16, Walther Dobbertin, Deutsch-Ost Afrika 1916, ca. 10 min
Deutsch-Ostafrika: Eine grosse öffentliche Schule der Provinz Usambara,
Deutsch-Ost Afrika 1912
Chez les Tuaregs, Frankreich 1908
Jagd auf Silberreiher in Afrika, Frankreich 1911
Bei den deutschen Kolonisten in Südwest, Elly Beinhorn, Deutschland 1933, 15 min
Die bekannte Fliegerin preist die Pioniertaten deutscher Farmer in der ehemaligen Kolonie Südwest

20.30 Uhr
Le Malentendu colonial –Das koloniale Missverständnis
Jean-Marie Teno, Frankreich/Deutschland/Kamerun 2004, 78 min, OmU
In seinem jüngsten Film entwirft Jean-Marie Teno ein komplexes Bild deutscher Missionstätigkeit in Afrika. Auf seiner Reise nach Namibia, Südafrika, Kamerun, Togo und auch nach Wuppertal erkundet er die Geschichte der „Rheinischen Missionsgesellschaft“, die 1828 mit der hehren Absicht gegründet wurde, die christliche Botschaft zu verbreiten. 50 Jahre später gehörte sie zu den Expansionsbegeisterten, die sich aktiv für die Kolonisation in Afrika einsetzten. In ihren Augen waren der Missionsgedanke und die Kolonialpolitik eng miteinander verbunden: „Die Flinte und die Bibel müssen hier miteinander wirken.“ Tenos Film „rekonstruiert Geschichte in ihrer Dialektik zwischen christlichem ‚Ethos’, kaufmännisch-kolonialen Interessen und den traumatischen Erlebnissen der Missionierten“, thematisiert aber auch die aktuelle Position der afrikanischen Kirche und ihr politisches Engagement.
In Anwesenheit von Jean-Marie Teno!

Filmforum Höchst
20.30 Uhr
Drum
Zola Maseko, Südafrika/USA/Deutschland 2004, 95 min, OmU
mit Taye Diggs, Gabriel Mann, Jason Flemyng
Wdh. vom 20.01.2006

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Montag 30.01.2006
Filmforum Höchst
18.30 Uhr
Moi et mon Blanc
S. Pierre Yaméogo, Burkina Faso/Frankreich/Schweiz 2003, 90 min, OmU
mit Serge Bayala, Pierre-Loup Rajot
Wdh. vom 27.01.2006

20.30 Uhr
Le Malentendu colonial –Das koloniale Missverständnis
Jean-Marie Teno, Frankreich/Deutschland/Kamerun 2004, 78 min, OmU
In Anwesenheit von Jean-Marie Teno!
Wdh. vom 29.01.2006

Dienstag 31.01.2006
Deutsches Filmmuseum
18.00 Uhr
The Life and Times of Sarah Baartman ‚The Hottentot Venus’
Zola Maseko, Südafrika/Frankreich/GB 1998, 52 min, DF (Beta SP)
Wdh. vom 27.01.2006

Boma – Tervuren, le voyage
Francis Durjardin, Belgien 1999, 52 min, OmeU (Beta SP)
Der Film erzählt die Geschichte von 267 Kongolesen, die 1897 zur Weltausstellung nach Brüssel gebracht und dort ausgestellt wurden. Viele wurden krank und einige verstarben. Der Fall erregte öffentliches Aufsehen. 100 Jahre danach kehren einige ihrer Landsmänner zurück und befragen die Bevölkerung zu dem damaligen Ereignis, um in Erfahrung zu bringen, wie sich die stereotypen Vorstellungen über die Afrikaner verändert haben.

20.30 Uhr
Royals of Kanye
Eva Heldmann, Deutschland/Botswana 2006, 80 min, OmU (DV)
Als Premiere zeigen wir den Film der Frankfurter Filmemacherin Eva Heldmann. Er handelt von der unverheirateten, kinderlosen Prinzessin Nnana, die aus einer adligen Familie in Botswana stammt. In drei Teilen schildert der Film zunächst die zweiwöchige Beerdigung von Nnanas Bruder, einem Fürsten, an dem Dorfleute, Politiker und die feine Gesellschaft teilnehmen. Im zweiten Teil erinnert sich Nnana an ihren charismatischen Vater, der zur Zeit des Kolonialismus eine kluge Haltung gegenüber den Engländern eingenommen hat. Im dritten Teil wird Nnana in ihrem Alltag gezeigt, der hauptsächlich in der Pflege von Haus und Hof und dem Kampf gegen Staub und Hitze besteht.
In Anwesenheit von Eva Heldmann!

Filmforum Höchst
18.30 Uhr
Drum
Zola Maseko, Südafrika/USA/Deutschland 2004, 95 min, OmU
mit Taye Diggs, Gabriel Mann, Jason Flemyng
Wdh. vom 20.01.2006

20.30 Uhr
Moi et mon Blanc
S. Pierre Yaméogo, Burkina Faso/Frankreich/Schweiz 2003, 90 min, OmU
mit Serge Bayala, Pierre-Loup Rajot
Wdh. vom 27.01.2006

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Mittwoch 1.02.2006
Deutsches Filmmuseum
18.00 Uhr
Omulaule heißt schwarz
Beatrice Müller, Nicola Hens und Susanne Radelhof, Deutschland 2003, 66 min
Wdh. vom 24.01.2006

20.30 Uhr
Namibia Crossings
Peter Liechti, Schweiz 2004, 92 min, OmU
Wdh. vom 23.01.2006

Filmforum Höchst
18.30 Uhr
Zulu Love Letter
Ramadan Suleman, Südafrika/Frankreich 2004, 100 min, OmU
mit Pamela Nomvete Marimbe, Mpumi Malatsi
Wdh. vom 26.01.2006

20.30 Uhr
Noirs dans les camps nazis – Schwarze in den Nazilagern
Serge Bilé, Elfenbeinküste 1995, 52 min, franz. OmU
Serge Bilé dokumentiert die bisher im öffentlichen Diskurs über den Nationalsozialismus kaum beachtete Geschichte der Deportation von Afrikanern und Afro-Deutschen in die Konzentrationslager. In zahlreichen Interviews mit ehemaligen Lagerinsassen, Überlebenden des nationalsozialistischen Terrors, zeichnet Bilé die Einzelschicksale nach und leistet somit einen Beitrag zur Diskussion über dieses nicht aufgearbeitete Thema. Im Frühjahr dieses Jahres ist sein Buch mit dem gleichnamigen Titel in Frankreich erschienen.

Donnerstag 2.02.2006
Deutsches Filmmuseum

18.00 Uhr
Im Tal der Ahnungslosen
Branwen Okpako, Deutschland 2003, 85 min (Beta SP)
mit Nisma Cherrat, Angelica Domröse
Der Film erzählt von der Identitätssuche einer afro-deutschen Frau und einer ungewöhnlichen ostdeutschen Familiengeschichte. Die vierzigjährige Polizistin Eva wird in ihre alte Heimatstadt Dresden versetzt. In einem Kinderheim in der DDR aufgewachsen, macht sie sich erstmals auf die Suche nach ihrer Vergangenheit. Durch eine Stasiakte erfährt sie, dass sie das uneheliche Kind einer deutschen, verheirateten Frau und eines afrikanischen Austauschwissenschaftlers ist.

20.30 Uhr
Omulaule heißt schwarz
Beatrice Müller, Nicola Hens und Susanne Radelhof, Deutschland 2003, 66 min
Wdh. vom 24.01.2006
In Anwesenheit der Darstellerin Nali Conrad!

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Freitag 3.02.2006
Deutsches Filmmuseum
Musikfilmabend:
18.00 Uhr
Namibia Crossings
Peter Liechti, Schweiz 2004, 92 min, OmU
Wdh. vom 23.01.2006

20.30 Uhr

Mahaleo

Cesar Paes, Raymond Rajaonarivelo, Madagaskar/Frankreich 2005, 102 min, OmU

‚Mahaleo’ bedeutet in der Sprache der Madegassen Freiheit und Unabhängigkeit. Der Film zeichnet ein Portrait der gleichnamigen Gruppe aus Madagaskar im Kontext der jüngeren Geschichte des Landes. Die sieben Musiker der Gruppe sind trotz ihres Erfolges nicht am Show-Business interessiert, sondern setzen sich für die Geschichte ihres Landes ein. Viele Lieder handeln vom Umsturz des neokolonialen Regimes in Madagaskar 1972. Der Film lässt die Lieder und Rhythmen für sich wirken. Eine Liebeserklärung an Madagaskar und seine Musik.

22.30 Uhr

U-Carmen eKhayelitsha

Mark Dornford-May, Südafrika 2004, 120 min, OmU

mit Pauline Malefane, Andile Kosi

Der Film erzählt nach der Oper ‚Carmen’ von George Bizet die Liebesgeschichte von Carmen und Don José vor dem Hintergrund des aufreibenden Alltags in einem südafrikanischen Township. Carmen ist eine sinnliche unabhängige Frau deren Freiheitsliebe und Mut auch angesichts des Todes ungebrochen bleibt. Für die Musikaufnahmen wurden die Liedtexte der Oper in Xhosa übersetzt.
- Goldener Bär der Berlinale 2005 -

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Samstag 4.02.2006
Deutsches Filmmuseum

18.00 Uhr
Kurzfilmprogramm
Aïcha
Newton I. Aduaka, Senegal/Nigeria 2004, 13 min, o.D.
Der 50-jährige Moussa zieht durch die Straßen Dakars auf der Suche nach einem Abenteuer. In einem Nachtclub trifft er auf die schöne, mysteriöse Aïcha. Nach einer magischen Nacht am Strand entdeckt er am nächsten Morgen ihre wahre Natur.
Aus dem Archiv der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen.

The Heart of Kampala - Das Herz von Kampala
Winnie Gamisha, Andreas Frowein


Deutschland/Uganda 2005,
30 min
engl OF

www.andreas-frowein.de

Der Taxipark, über den der größte Teil des Nahverkehrs läuft, liegt wie eine Schüssel mitten im Herzen Kampalas. Fast den ganzen Tag werden hier Menschen und Güter durch die engen Durchfahrten und Korridore herein und wieder heraus gepumpt. Neben den Fahrern und Ausrufern verdienen noch viele andere hier ihren Unterhalt und lassen hier einen Mikrokosmos einer afrikanischen Großstadt entstehen.
In Anwesenheit von Winnie Gamisha und Andreas Frowein!

Kare Kare Zwako-Mother’s Day
Tsitsi Dangarembga, Zimbabwe 2004, 30 min, OF
Die Trockenheit ist ausgebrochen und die Mutter verteidigt die karge Mahlzeit ihrer Kinder gegenüber ihrem Mann. Er will sich rächen, aber hat nicht mit der Stärke seiner Frau gerechnet. Inspiriert von einer Shona Legende arbeitet der Film mit Elementen der populären Tradition, mit Tanz und Musik.

20.30 Uhr
U-Carmen eKhayelitsha
Mark Dornford-May, Südafrika 2004, 120 min, OmU
mit Pauline Malefane, Andile Kosi
Wdh. vom 3.02.2006

22.30 Uhr
Mahaleo
Cesar Paes, Raymond Rajaonarivelo, Madagaskar/Frankreich 2005, 102 min, OmU
Wdh. vom 3.02.2006

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Sonntag 5.02.2006
Deutsches Filmmuseum
18.00 Uhr
Allein im Urwald / Die Rache der Afrikanerin
Ernst Wendt, Deutschland 1922, ca. 120 min
In der Tradition der Sensationsdramen der damaligen Zeit erzählt der Film die Geschichte eines Ingenieurs, der eine Erzmine und Raubtierhandel im Urwald betreibt und der Rache einer von ihm zurückgewiesenen Afrikanerin ausgesetzt ist. Die Handlung dient als Vorwand möglichst viele Raubtiere in Sszene zu setzen, u.a. Kämpfe mit Riesenschlangen, Löwen, Panthern, Krokodilen und einem Orang Utan. Von der John-Hagenbeck-Film produziert, wurden einige der Szenen im Hamburger Zoo gedreht.

20.30 Uhr
Aïcha
Newton I. Aduaka, Senegal/Nigeria 2004, o.D.
The Heart of Kampala - Das Herz von Kampala
Winnie Gamisha, Andreas Frowein Deutschland/Uganda 2005, 30 min, engl OF
In Anwesenheit von Winnie Gamisha und Andreas Frowein!
Kare Kare Zwako-Mother’s Day
Tsitsi Dangarembga, Zimbabwe 2004, 30 min, OF
Wdh. vom 4.02.2006

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