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Programm 2006
Schwerpunkt
Sponsoren
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Lesungen
mit Diana Ferrus (Südafrika) und Ondjaki
(Angola)
Diana
Ferrus (Südafrika)
(englisch/deutsch)
Moderation und Übersetzung: Julian Name
Lesung des deutschen Textes: Margrit Klingler-Clavijo
Freitag, 27. Januar 2006, 19.00 Uhr im Deutschen Filmmuseum
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©
Ton van de Langkruis
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Diana
Ferrus (*Worcester 1953) schreibt bereits seit ihrem 14.
Lebensjahr Gedichte. Mit ihrem bekanntesten Gedicht „Tribute to Sarah
Baartman“ trug sie dazu bei, dass die sterblichen Überreste von
Sarah Baartman nach Südafrika zurückgeführt werden
konnten.
Die 1789 in Südafrika geborene Sarah Baartman vom Volk der Khoisan
kam Anfang des 19. Jahrhunderts nach London. Dort war sie ein viel
bestauntes und ausgebeutetes Objekt: Sie wurde zuerst in London und
danach in Paris als „Hottentoten-Venus“ öffentlich zur Schau
gestellt und in die Prostitution gezwungen. |
Nach ihrem Tod im Jahr 1815
wurde ihre Leiche von Cuvier seziert, Gehirn und Geschlechtsteile in Formaldehyd
konserviert, das Skelett und ein Gipsabdruck ihrer Gestalt im Pariser
Musée de l'Homme aufbewahrt. Anfang der 90er Jahre hatte Nelson
Mandela die Rückführung ihrer
sterblichen Überreste beantragt. Stattgegeben wurde diesem Antrag
jedoch erst 1998, nachdem Diana Ferrus mit ihrem Gedicht an den französischen
Senat für Öffentlichkeit gesorgt hatte.
Zum ersten Mal in der
französischen Geschichte wurde ein Gedicht in einem Gesetzestext
veröffentlicht. „Es brauchte anscheinend die Überzeugungskraft
einer Frau mit einem einfachen, doch bewegenden Gedicht, um hartgesottene
Politiker zum Handeln zu bewegen“, hieß es damals in der südafrikanischen
Presse. Die offizielle Beerdigung erfolgte am 9.8.2002 im Gamtoes River
Valley.
Diana Ferrus verfasste
das bewegende und aufsehenerregende Gedicht während eines Studienaufenthaltes
in Holland.
Die Afrikaans sprechende Autorin, die sowohl auf Englisch wie auch in
Afrikaans schreibt, hat neben Gedichten, die sie oftmals zu Musik vorträgt,
auch mehrere Bände mit Kurzgeschichten publiziert.
Außerdem leitet sie Kurse und workshops für kreatives Schreiben
und
promoviert derzeit über afrikanische Frauenliteratur.
Die Lesung findet im Anschluß
an den Film "Hottentottenvenus", der von Sarah Baartman handelt,
statt.
In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft
zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.
www.litprom.de
Eintritt:
Lesung und Film: Euro 6.50, ermäßigt Euro 5.-
nur Lesung: Euro 4.-, ermäßigt Euro 2.50
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Ondjaki (Angola)
liest aus seinem Roman
Bom dia camaradas (Hallo, Genossen)
(portugiesisch/deutsch)
Moderation und Übersetzung: Prof. Dr. Ray-Güde Mertin
Mittwoch, 1. Februar 2006, 19.30 Uhr in der Zentralbibliothek
der Stadtbücherei Frankfurt am Main, Zeil 17-21

© Nuno Elias
Mit dem Roman Bom dia
camaradas (2000) hat Ondjaki einer Generation, die in Angola
im Krieg geboren wurde und aufwuchs, ein besonderes Denkmal gesetzt. Er
beschreibt das Leben in der Hauptstadt Luanda, kurz nach der Unabhängigkeit
des Landes.
Erzählt wird aus dem Blickwinkel eines Jungen, der mit Antonio, dem
alten Koch der Familie, Gespräche über die Situation in Luanda
führt. Der junge Erzähler gibt einen erfrischend humorvollen
Einblick in die kleinen Abenteuer des Alltagslebens in einer Stadt die
über Jahrzehnte vom Bürgerkrieg geprägt wurde.
Bom dia camaradas ist auch ein Roman über das Erwachsenwerden.
2006 wird das Buch in
deutscher Übersetzung von Claudia Stein im NordSüd Verlag, Gossau,
unter dem Titel Hallo, Genossen als Jugendbuch erscheinen,
ist aber keineswegs nur für junge Erwachsene gedacht.
Ondjaki (*1977),
mit richtigem Namen Ndalu de Almeida, ist ein vielversprechender Nachwuchsschriftsteller
aus Angola, der nicht nur Romane, sondern auch Gedichte, Erzählungen
und Theaterstücke auf Portugiesisch verfasst hat, Außerdem
malt er und arbeitet an verschiedenen Filmprojekten.
2004 erhielt Ondjaki den Sagrada Esperança-Literaturpreis für
seine Erzählung "E se amanhã o medo". Der Preis
wurde als Hommage an den ersten angolanischen Präsidenten Antonio
Agostinho Neto eingerichtet.
In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft zur Förderung der Literatur
aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V. www.litprom.de
Eintritt: 5.- Euro, ermäßigt
3.- Euro
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