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Anlässlich des Jahres der Frankophonie 2006 veranstalten das Institut Français und das Internationale Theater Frankfurt eine Hommage an Aimé Césaire. Aimé Césaire, der große alte Mann der frankophonen Karibik, der ehemalige Bürgermeister von Fort- de- France, der Essayist und Romancier, gehört zu den herausragenden Dichtern der französischen Sprache des XX. Jahrhunderts. Neben Léopold Sédar Senghor und Léon Damas zählt er zu den Galionsfiguren der „Négritude“, der wichtigsten antikolonialistischen und antirassistischen Bewegung der 30er Jahre. Das 1939 veröffentlichte Langgedicht „Cahier d’un retour au pays natal“ ist zwar in der historischen und politischen Realität der frankophonen Antillen verwurzelt, fordert jedoch weltweit und unmissverständlich die Abschaffung von Rassismus und Unterdrückung und die Wiederherstellung der dadurch beschädigten Menschlichkeit und Würde. Dem in Guadeloupe geborenen
Jacques Martial gelingt das große Kunststück, uns mit großem
Einfühlungsvermögen und schauspielerischem Können in das
poetische Universum Césaires zu locken und in ein Land zu entführen,
in dem es weder Rassismus noch Unterdrückung gibt.
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