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Programm 2007

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Filmprogramm

Freitag, 19.01.2007

Deutsches Filmmuseum

20.00 Uhr
Bamako

Abderrahmane Sissako, Frankreich/Mali/USA 2006, 117 min, OmU

mit Aïssa Maïga, Tiécoura Traoré

In seinem aktuellen Film inszeniert Sissako einen fiktiven Prozess gegen die Weltbank, in dem die Bevölkerung als Opfer politischer und wirtschaftlicher Strukturanpassungen zu Wort kommt.
Als Ort wählt er den Hof des Hauses in dem er aufgewachsen ist, in einem populären Viertel von Bamako und lässt authentische Richter, Ankläger und Verteidiger auftreten. Es geht um die Schulden, die Privatisierungen, das Wasser und die Baumwolle. Während der Prozess abläuft geht das Leben weiter. Mele geht zu ihrer Arbeit als Sängerin in einer Bar, während ihr Mann Chaka, der arbeitslos ist, zu Hause bleibt. Die Frauen bereiten das Essen, färben Stoffe, gehen ihrer Arbeit nach. Ebenso wie die Bewohner verlässt die Kamera zeitweise den Hof, zeigt die Leute in den angrenzenden Straßen, aber auch Bilder in der Wüste von Menschen, die unterwegs zum Meer sind, um den Kontinent in Richtung Europa zu verlassen. Eingefügt sind Szenen eines Westerns mit weißen und schwarzen Cowboys, die eine kleine Stadt überfallen. Sissako sagt, dass er den Zuschauern Zeit geben will Luft zu holen: „Denn zunächst handelt es sich um einen Film: Man darf den Zuschauer nicht vergessen. Um seine Großzügigkeit nicht auszunutzen muss man Momente finden, die es ihm ermöglichen zu entkommen, in den Western oder in die Wüste: Aber diese Momente müssen natürlich immer einen Bezug zum Inhalt des Films haben“. Wie seine anderen Filme zeichnet sich Bamako auf der Bildebene durch seine visuelle Schönheit und seine dichte Atmosphäre aus. Er zeigt damit, dass politisches Kino auch ein ästhetisches Erlebnis sein kann.

22.45 Uhr

Bab’ Aziz - Le Prince qui contemplait son âme / Bab’ Aziz - Der Prinz der seine Seele betrachtet
Nacer Khemir, Frankreich/Deutschland/Iran/Tunesien/GB 2005, 98 min, OmeU (Arabisch, Farsi)

mit Parviz Shahinkhou, Maryam Hamid

Zwei einsame Gestalten in einem Meer aus Sand: Ishtar, ein lebhaftes kleines Mädchen, und ihr Großvater Bab’Aziz, ein blinder Derwisch. Ihr Ziel ist das große Derwisch-Treffen, das alle dreißig Jahre stattfindet, dessen Ort jedoch nur demjenigen offenbart wird, der sich von seinem Glauben und der unermesslichen Stille der Wüste leiten lässt. Unterwegs begegnen ihnen reale und imaginäre Menschen: Osman, der sich nach den schönen jungen Mädchen verzehrt, die er am Grunde eines Brunnens gefunden hat, Zaid, der mit seinem Gesang eine hinreißende Frau verführt und wieder verloren hat und der Prinz, der sein Reich aufgibt, um Derwisch zu werden. In der Tradition von 1001 Nacht erzählt der Film all ihre Geschichten.
Nacer Khemir versucht ein Bild der arabischen Kultur vom Iran bis in den Magreb zu vermitteln, jenseits von Fanatismus und Intoleranz. Dabei steht der Sufismus, bei dem die Liebe eine zentrale Rolle spielt, im Vordergrund.

Filmforum Höchst

18.30 Uhr
Heremokono – En attendant le bonheur – Warten auf das Glück
Abderrahmane Sissako, Mauretanien/Frankreich 2001, 96 min, OmU
mit Mohamed Ould Mohamed, Khartra Ould Abdel Kader

Nouadhibou, eine Kleinstadt an der Küste Mauretaniens, ein Ort des Transits. Abdallah besucht vor seiner Abreise nach Europa noch einmal seine Mutter. Er sitzt in seinem Zimmer mit dem ebenerdigen Fenster und beobachtet das Leben auf der Straße als Fremder, da er die lokale Sprache nicht spricht. Fixiert auf Europa bleibt er zunächst distanziert. Aber im Lauf der Zeit nähert er sich den Bewohnern der kleinen Stadt an, beginnt, sich für sie und ihr Leben zu interessieren. Soll er überhaupt noch fortgehen...?
Sissako schildert in ruhigen und schönen Bildern das Leben in dieser afrikanischen Kleinstadt, zeigt ihre Bewohner mit großer Sympathie und subtilem Humor.

20.30 Uhr

Tsotsi

Gavin Hood, Südafrika 2005, 95 min, OmU

mit Presley Chweneyagae, Terry Pheto

Der Film ist nach einem Roman von Athol Fugard entstanden, der in den fünfziger Jahren in Sophiatown spielt und deren Charaktere den Regisseur fasziniert haben. Er verlegt die Handlung in das Soweto der Gegenwart, das er in einem Studio nachbauen lässt um es authentischer mit der 35-mm Kamera aufnehmen zu können. An Stelle des Rassenkonflikts tritt die zunehmende Kluft zwischen Arm und Reich. Im Mittelpunkt des Filmes steht Tsotsi, was im Soweto-Slang so viel wie Gangster bedeutet, ein aggressiver junger Bandenchef. Nach einem Streit in einer Bar, wo Tsotsi von einem Nachbarn mit Bemerkungen über seine Kindheit gereizt wurde, flüchtet er in ein Stadtviertel, wo die schwarze Mittelklasse wohnt. Dort schießt er eine Frau nieder und flieht mit ihrem Auto. Als er überraschend entdeckt, dass sich ein Baby im Auto befindet, nimmt er es mit und beginnt sich um es zu kümmern. Durch die Sorge um einen anderen Menschen setzt langsam ein Prozess der Veränderung bei ihm ein, der dazu führt, die eigenen traumatischen Kindheitserinnerungen zu verarbeiten.

Der Film wurde 2006 mit dem Oscar für den besten ausländischen Film ausgezeichnet
.

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Samstag, 20.01.2007

Deutsches Filmmuseum

18.00 Uhr

Barakat!


Djamila Sahraoui, Algerien/Frankreich 2006, 95 min, OmU
(Arabisch/Französisch)

mit Rachida Brakni, Fettouma Bouamari

Zwei selbstbewusste Frauen aus einem algerischen Dorf in den 1990er Jahren sind die Protagonistinnen des Films: Die lebenslustige Amel, Notärztin in einem Krankenhaus und die ältere Krankenschwester Khadija, ehemalige Widerstandskämpferin gegen die Franzosen im Algerienkrieg.
Als Amel eines Morgens nach einem Notfall im Krankenhaus nach Hause kommt, ist ihr Mann, ein Journalist, verschwunden. Sie vermutet eine Verschleppung durch eine islamistische Untergrundgruppierung. Zusammen mit Khadidja macht sie sich auf die Suche. Dabei geraten die beiden selbst in Gefangenschaft.
„Ich wollte in meinem Film weder eingesperrte, unterwürfige Frauen zeigen, wie man sie aus algerischen Filmen kennt, noch wirklichkeitsfremde Heldinnen, die sich im Namen der Geschichte selbst verleugnen. Ich wollte Frauen porträtieren, die in Bewegung sind (...) die in ihrem Leben vorankommen, ohne sich selbst zu bemitleiden ...“ Djamila Sahraoui

20.30 Uhr

Daratt


Mahamat-Saleh Haroun
Frankreich/Belgien/Tschad/Österreich 2006, 93 min, OmeU

mit Ali Bacha Barkaï, Youssouf Djaoro

Anlässlich des Mozart-Jahres hat das Wiener Festival „New Crowned Hope“ sieben Filme in Auftrag gegeben, die sich frei nach einer der letzten drei Mozart Opern inspirieren lassen sollen. Mahamet-Saleh Haroun greift in Daratt die Fragestellungen der Oper „La Clemenza di Tito“ auf, die nach der Möglichkeit von Vergebung und Versöhnung fragt. Er verlegt die Handlung in den vom Bürgerkrieg erschütterten Tschad.
Der Film erzählt von dem Jugendlichen Atim, der auszieht, den Mörder seines Vaters zu suchen, der vor seiner Geburt getötet wurde. Er findet den Mörder, der sich mittlerweile niedergelassen hat und eine Bäckerei betreibt. Atim lässt sich als Lehrling einstellen und beginnt das Handwerk zu lernen. Langsam entwickelt sich eine merkwürdige Beziehung zwischen den Beiden. Während der Ältere Atim als Sohn adoptieren möchte, hadert dieser mit seinen Gefühlen und erkennt in dem Bäcker die Vaterfigur, die er immer vermisst hat.
Mahamet-Saleh Haroun ist bekannt als einer der wichtigsten, zeitgenössischen Filmemacher Afrikas. Auf den ersten Spielfilm Bye Bye Africa folgte der hoch gelobte Abouna, ein einfühlsamer und berührender Bericht zweier Jungen auf der Suche nach dem vermissten Vater. Wie diese früheren Arbeiten ist Daratt täuschend einfaches, elegant cineastisches Geschichtenerzählen – trotz seiner Einfachheit reich an Bedeutung und Relevanz für unsere Zeit.
Der Film erhielt bei den diesjährigen Filmfestspielen in Venedig den Spezialpreis der Jury.

22.30 Uhr
Un matin bonne heure / Early in the Morning
Gahité Fofana, Frankreich/Guinea 2005, 75 min, OmeU (Peule, Französisch)

mit Mamoudou Camara, Sory Kandia Kouyate
Musik: Sory Kandia Kouyate
Am 2. August 1999 werden Yaguine Koïta und Fodé Tounkara in Brüssel im Fahrwerk einer Sabena-Maschine entdeckt, erfroren, in ihren Taschen ein Brief, gerichtet an „Ihre Exzellenzen, die Herren Verantwortlichen Europas: An Ihre Solidarität und Ihre Warmherzigkeit appellieren wir und bitten Sie Afrika zu helfen…“ Der Text dieses umständlich formulierten Hilferufs der beiden Jugendlichen steht am Schluss von Gahité Fofanas Schilderung ihrer letzten Tage. Die sensible Erzählung des guineisch-französischen Regisseurs ist fiktiv und steht für die Lebenssituation vieler junger Afrikanerinnen, die dem Warten auf eine bessere Zukunft ein Ende setzen wollen. Sie haben ein Dach über dem Kopf, gehen zur Schule, machen Musik und lieben den Sport, doch in der Gesellschaft, in der sie leben, ist die Verwirklichung von Träumen nur den wenigsten vorbehalten.

Filmforum Höchst

18.30 Uhr
L’Appel des arènes – Wrestling Grounds

Cheikh Ndiaye, Senegal/Burkina Faso/Marokko/Frankreich 2005, 105 min, OmeU (Wolof, Französisch)
mit Abdoul Aziz Ndiaye, Ibrahima Mbaye
Der Film basiert auf Aminata Sow Falls gleichnamiger Novelle, die sich mit der alten senegalesischen Tradition des Wrestling-Kampfes aus zwei unterschiedlichen Perspektiven auseinandersetzt.
Der 17-jährige Nalla stammt aus einer wohlhabenden Familie in Dakar. Als er eines Abends von einer Gruppe Rowdys überfallen wird, kommt ihm der Automechaniker André zu Hilfe. Die beiden freunden sich an und André nimmt Nalla zum Wrestling-Training mit, wo er Einblicke in die mystische Welt dieser Sportart erhält. Gegen den Willen seiner Eltern übernimmt Nalla eine wichtige Funktion im Eröffnungskampf der Wrestling - Saison.
Sory ist 25 Jahre alt und leidet an epileptischen Anfällen. Er ist arbeitslos und kann sich nur durch kleine Gaunereien über Wasser halten. Er schließt sich einigen Kriminellen an, die ihr Geld unter anderem mit illegalem Kartenverkauf vor den Wrestling- Arenen und mit Wetten verdienen – die Seite des Wrestlings, die von der Mafia kontrolliert wird.

20.30 Uhr
Bamako

Abderrahmane Sissako, Frankreich/Mali/USA 2006, 117 min, OmU
mit Aïssa Maïga, Tiécoura Traoré
Wdh. vom 19.1.2007

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Sonntag, 21.01.2007

Deutsches Filmmuseum

20.30 Uhr
Bab’ Aziz - Le Prince qui contemplait son âme / Bab’ Aziz - Der Prinz der seine Seele betrachtet

Nacer Khemir, Frankreich/Deutschland/Iran/Tunesien/GB 2005, 98 min, OmeU
mit Parviz Shahinkhou, Maryam Hamid
Wdh. vom 19.1.2007

Filmforum Höchst

18.30 Uhr

Les Oiseaux du ciel – Birds of Heaven

Eliane de Latour, Frankreich/Großbritannien/Elfenbeinküste 2005, 109 min, OmeU
mit Fraser James, Marie-Josée Crozé, Djédjé Apali


Die Freunde Shad und Otho verlassen die Elfenbeinküste, um in Europa ihr Glück zu machen. In Spanien betreiben sie einen Taxidienst für andere illegal Eingewanderte. Doch dann taucht bei einer Geburtstagsfeier überraschend die Polizei auf. Shad kann entkommen, Otho aber wird festgenommen und nach Abidjan abgeschoben. Dort sieht es übel für ihn aus, Freunde und Verwandte wollen nichts mehr von ihm wissen. In seiner Not unterschlägt er das Geld, das Shad aus Europa schickt und eigentlich für seine Schwester Pelagie bestimmt ist, Othos Verlobte. Er wird es bestimmt zurückzahlen, zunächst aber steckt er es in kreative Projekte, die Zukunftspotenzial besitzen, auch in Hinsicht auf eine mögliche Rückkehr nach Europa. Shad ist unterdessen nach London gelangt, wo er mit gefälschten Papieren arbeitet und Tango kennen lernt, eine junge Französin. Tango nimmt Shad mit nach Paris – dort würde es leichter für ihn sein, Arbeit und Papiere zu bekommen. Und wenn nicht, wolle sie ihn heiraten ...

20.30 Uhr

Bled Number One


Rabah Ameur-Zaïmeche, Algerien/Frankreich 2006, 100 min, OmeU (Arabisch)

mit Rabah Ameur-Zaïmeche, Abel Jafri, Meryem Serbah

Kamel (Rabah Ameur-Zaimeche) wird aus Frankreich in ein ihm vollkommen fremdes Algerien ausgewiesen. Fast dokumentarisch erzählt der Film vom Leben in einer algerischen Kleinstadt (Kaff – Bled) in den 1990er Jahren. Kamel kann sich nicht einfinden in das Leben im Dorf, in seine Familie. Zu sehr widern ihn die Gebrechen seines Landes an, der Extremismus, die Arbeitslosigkeit, die Gewalt gegen die Frauen. Nur in Louisa sieht er eine Verbündete, die sich genauso wie er nicht mit der Situation abfinden will. Kamel und Louisa stehen für eine neue Generation, die gegen die bestehenden Verhältnisse, aber auch gegen den islamistischen Terror rebelliert.
Rabah Ameur Zaimeche, dessen Film Wesh Wesh bereits in deutschen Kinos zu sehen war, beschreibt Algerien in seiner ganzen Komplexität, zeigt aber auch die Schönheit dieses Landes.

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Montag, 22.01.2007

Filmforum Höchst

18.30 Uhr
Bab’ Aziz - Le prince qui contemplait son âme / Bab’ Aziz, der Prinz der seine Seele betrachtet

Nacer Khemir, Frankreich/Deutschland/Iran/Tunesien/GB 2005,
mit Parviz Shahinkhou, Maryam Hamid
Wdh. Vom 19.1.2007

20.30 Uhr
Daratt

Mahamat-Saleh Haroun
Frankreich/Belgien/Tschad/Österreich 2006, 93 min, OmeU
mit Ali Bacha Barkaï, Youssouf Djaoro
Wdh. vom 20.1.2007

Dienstag, 23.1.2007

Deutsches Filmmuseum

18.00 Uhr
Barakat!

Djamila Sahraoui, Algerien/Frankreich 2006, 95 min, OmU
mit Rachida Brakni, Fettouma Bouamari
Wdh. vom 20.1.2007

20.30 Uhr
Bled Number One

Rabah Ameur-Zaïmeche, Algerien/Frankreich 2006, 100 min, OmeU (Arabisch)
mit Rabah Ameur-Zaïmeche, Abel Jafri, Meryem Serbah
Wdh. vom 21.1.2007

Filmforum Höchst

18.30 Uhr
Tsotsi

Gavin Hood, Südafrika 2005, 95 min, OmU
mit Presley Chweneyagae, Terry Pheto
Wdh. vom 19.1.2007

20.30 Uhr
Un matin bonne heure / Early in the Morning

Gahité Fofana, Frankreich/Guinea 2005, 75 min, OmeU (Peule, Französisch)
mit Mamoudou Camara, Sory Kandia Kouyate
Musik: Sory Kandia Kouyate
Wdh. vom 20.1.2007

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Mittwoch, 24.01.2007

Deutsches Filmmuseum

18.00 Uhr
Tsotsi

Gavin Hood, Südafrika 2005, 95 min, OmU
mit Presley Chweneyagae, Terry Pheto
Wdh. vom 19.1.2007

20.30 Uhr
Les Oiseaux du ciel – Birds of Heaven

Eliane de Latour, Frankreich/Großbritannien/Elfenbeinküste 2005, 109 min, OmeU
mit Fraser James, Marie-Josée Crozé, Djédjé Apali
Wdh. vom 21.1.2007

Filmforum Höchst

18.30 Uhr
Heremokono – En attendant le bonheur / Warten auf das Glück

Abderrahmane Sissako, Mauretanien/Frankreich 2001, 96 min, OmU mit Mohamed Ould Mohamed, Khartra Ould Abdel Kader
Wdh. vom 19.1.2007

20.30 Uhr
Bab’ Aziz - Le Prince qui contemplait son âme / Bab’ Aziz - Der Prinz der seine Seele betrachtet

Nacer Khemir, Frankreich/Deutschland/Iran/Tunesien/GB 2005, 98 min, OmeU
mit Parviz Shahinkhou, Maryam Hamid
Wdh. vom 19.1.2007

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Donnerstag, 25.1.2007

Deutsches Filmmuseum

18.00 Uhr

Shadows of Fate – A Refugees Childhood


Susan Gluth, Deutschland 2006, 76 min, OmeU (Arabisch, Massalit), Beta SP

Zu Gast Susan Gluth

Der Film beschreibt den Konflikt in Darfur aus der Sicht zweier Mädchen. Die elfjährige Fatima und ihre Freundin, die ein Jahr ältere Jasmin leben in Bredjing, einem riesigen Zeltlager der UN im südlichen Tschad mit 35.000 anderen Flüchtlingen aus Darfur. Nur knapp sind sie dem Massaker in ihrem Heimatort entkommen. Der Film beschreibt den Alltag der Mädchen im Camp der ihnen hilft, die Trauer über das Geschehene in den Hintergrund treten zu lassen. Die beiden Freundinnen teilen alles, machen gemeinsam Schulaufgaben, sammeln Holz und erleben und erleben einige unbeschwerte Momente, die ihnen Kraft geben ihre Traumata zu verarbeiten.
Der nahe Blick auf den Mikrokosmos der Mädchen und ihrer Familien spiegelt nicht zuletzt auch die große Tragödie der Flüchtlinge weltweit wider.

20.30 Uhr
All about Darfour

Taghred Elsanhouri, Großbritannien 2005, 81 min, OF

Die heute in London lebende Filmemacherin Tagred Elsanhouri begibt sich auf eine persönliche Reise nach Khartoum, in ihre alte Heimat. Sie möchte versuchen, die Gründe zu verstehen, die sich hinter den Konflikten verbergen, die das Land spalten.
Geht es wirklich um Islam und Christentum, Afrikaner oder Araber?
Sie lässt eine ganze Reihe von unterschiedlichen Leuten zu Wort kommen. Dazu gehören Schülerinnen an ihrer alten Schule sowie Professoren an der Universität. Sie befragt Männer in Teestuben und besucht eines der großen Flüchtlingslager.

Freitag, 26.1.2007

Deutsches Filmmuseum

18.00 Uhr

Conversation on a Sunday Afternoon


Khalo Matabane, Südafrika 2005, 80 min, OmeU (Englisch, Französisch, Zulu, Serbokroatisch, Kisuaheli), Beta SP

Keniloe, ein junger Dichter, lebt in Johannesburg und verbringt seine Sonntage in einem Park in Hillbrow. Dort lernt er Fatima kennen, die aus Somalia geflüchtet ist. Inspiriert durch ihre Bekanntschaft beschließt er ein Buch über Flüchtlinge und die Auswirkungen von Krieg und Vertreibungen zu schreiben. Als er eines Tages Fatima nicht im Park antrifft, macht er sich auf die Suche nach ihr. Dabei lernt er eine Vielzahl von Menschen kennen, die Flucht als gemeinsame Erfahrung erlebt haben und ihm ihre bewegenden Geschichten erzählen.
Der Film ist eine faszinierende Mischung aus dokumentarischen und fiktiven Elementen. Er ist der erste Teil einer geplanten Trilogie von improvisierten, auf Digital Video gedrehten Filmen über globale Themen. Durch die bewegliche Kamera gelingt es ihm einen authentischen Eindruck von dem urbanen Leben in Johannesburg zu vermitteln.

20.30 Uhr
L’Appel des arènes – Wrestling Grounds

Cheikh Ndiaye, Senegal/Burkina Faso/Marokko/Frankreich 2005, 105 min, OmeU (Wolof, Französisch)
mit Abdoul Aziz Ndiaye Ibrahima Mbaye
Wdh. vom 20.1.2007
Zu Gast Cheikh Ndiaye

22.30 Uhr
O Herói / The Hero

Zézé Gamboa, Angola/Portugal 2004, 97 min, OmeU
mit Makena Diop, Milton Coelho, Patricia Bull
Der Unteroffizier Vitorio wird nach dem Ende des Bürgerkrieges aus der Armee entlassen. Durch eine Landminie hat er ein Bein verloren und die Rückkehr in das normale Leben fällt ihm schwer. Er zieht durch die Straßen Luandas auf der Suche nach Arbeit. Zu allem Unglück wird ihm auch noch seine Prothese gestohlen. Erst das Zusammentreffen mit der warmherzigen Prostituierten Judite, dem orientierungslosen Jungen Manu, der seinen vermissten Vater sucht und der Lehrerin Joanne lässt eine hoffnungsvollere Zukunft möglich erscheinen.
Zézé Gamboa wirft in seinem ersten Spielfilm einen schonumgslosen aber auch liebevollen Blick auf seine Heimatland.


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Samstag, 27.1.2007

Deutsches Filmmuseum

18.00 Uhr

Angola – Saudades de quem te ama

Angola – Saudades from the One Who Loves You


Richard Pakleppa, Südafrika 2005, 65 min, OmeU (Portugisisch/Englisch), Beta SP

Dokumentarfilm

Zu Gast Richard Pakleppa

In seinem Filmessay führt uns Richard Pakleppa auf eine lyrische Reise durch ein über viele Jahre vom Bürgerkrieg zerrissenen Land. Seit dem Friedensabkommen versucht das Land sich von den Verwüstungen zu erholen, doch die Spuren sind immer noch sichtbar. Angola präsentiert sich voller Kontraste, zwischen Arm und Reich und zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Eine Gruppe von Straßenkindern, ein Priester, ein Lehrer, ein Fischverkäufer und ein Rapper erzählen von den Veränderungen, die ihr Leben bestimmen. Sie schwanken zwischen Hoffnungslosigkeit und Aufbruchswillen. Die Bilder verweben sich mit den sehnsüchtigen Liedern des angolanischen Musikers Paulo Flores.

20.30 Uhr
O Herói / The Hero

Zézé Gamboa, Angola/Portugal 2004, 97 min, OmeU
mit Makena Diop, Milton Coelho, Patricia Bull
Wdh. vom 26.1.2007

22.30 Uhr
Tsotsi

Gavin Hood, Südafrika 2005, 95 min, OmU
mit Presley Chweneyagae, Terry Pheto
Wdh. vom 19.1.2007

Sonntag, 28.1.2007

Deutsches Filmmuseum

18.00 Uhr
Un matin bonne heure / Early in the Morning

Gahité Fofana, Frankreich/Guinea 2005, 75 min, OmeU (Peule, Französisch)
mit Mamoudou Camara, Sory Kandia Kouyate
Musik: Sory Kandia Kouyate
Wdh. vom 20.1.2007

20.30 Uhr

Sometimes in April / Jedes Jahr im April


Raoul Peck, USA/Ruanda 2004, 139 min, OmU
mit Idris Elba, Carole Karemera

Zu Gast Carole Karemera (angefragt)

Nach seinem Spielfilm Lumumba, der ihn weithin bekannt machte, widmet sich Raoul Peck in seinem jüngsten Film erneut der jüngeren Geschichte Afrikas. Er spielt vor dem Hintergrund des Völkermordes in Ruanda.
Der Hutu Soldat Augustin entzieht sich der militärischen Führung um seine Frau, eine Angehörige der Tutsi, und seine Kinder in Sicherheit zu bringen. Doch er kann nicht zu ihnen gelangen und erfährt nicht, was aus ihnen geworden ist. Jahre später, nachdem er mit seiner Freundin Martine ein neues Leben beginnen will, besucht er das US-Tribunal in Arusha, wo sich sein Bruder für die aufhetzerische Rolle, die er und andere Journalisten spielten, vor einer Wahrheitskommission verantworten muss.

Montag, 29.1.2007

Deutsches Filmmuseum

18.00 Uhr
Kurzfilmprogramm:


Deweneti
Dyana Gaye, Senegal/Frankreich 2006, 15 min OmeU (Wolof)

Dakar, die Hauptstadt des Senegal. Der Junge Ousmane ist gerade sieben Jahre alt und muss sich seinen Lebensunterhalt durch Betteln auf der Straße verdienen. Aber er träumt von einem besseren Leben und hat eine Idee, es zu erreichen. Jeder der ihn unterstüzt wir in ein Brief mit aufgenommen den er an den Weihnachtsmann schreiben will.

Pour la nuit
Isabelle Boni-Claverie, Frankreich/Elfenbeinküste 2004, 27 min, OmeU

Ein Film über die Identitätsprobleme einer jungen Frau. Muriel, deren Vater Europäer und deren Mutter Afrikanerin ist, kommt zur Beerdigung ihrer Mutter nach Marseille. Als ihr Vater ihr vorwirft, ihre Mutter nie akzeptiert zu haben, stürzt sie sich ins Nachtleben. Dort lernt sie Sami kennen, einen jungen Mann, der sich am nächsten Tag verheiraten wird ....

Africains poids moyens (2004)
Daniel Cattier, DR Kongo/Belgien 2004, 17 min, OmeU

Am Vorabend der Unabhängigkeit des Kongo landet der kongolesische Boxer Samwa mit seinem Bruder, der zugleich sein Trainer und Manager ist, in Brüssel um an der afro-europäischen Mittelgewichtsklasse teilzunehmen. Die anfängliche Freude, weicht einer zunehmenden Spannung. Samsa fühlt sich von seinem Bruder bevormundet und dann fordern auch noch die Organisatoren, dass Samwa den Kampf verlieren soll ...

20.30 Uhr

Sisters in Law


Kim Longinotto und Florence Ayisi

Großbritannien 2005, 106 min, OmU

Der Film zeigt ein hoffnungsvolles Beispiel für die erfolgreiche Durchsetzung des Rechtsstaats in Kumba, einem kleinen Ort im Südwesten Kameruns. Er begleitet die Staatsanwältin Vera Ngassa und die Richterin Beatrice Ntuba bei der Arbeit und verfolgt die Verhandlung dreier Delikte aus dem Dorf. Die kleine Manka wird von ihrer Tante misshandelt. Die junge Sonita beschuldigt ihren Nachbarn der Vergewaltigung, und Amina will sich nach Jahren der Qual von ihrem jähzornigen Ehemann scheiden lassen.
Fall für Fall erkämpfen sich die beiden Rechtshüterinnen Achtung in der muslimischen Gemeinde und bewirken ein langsames Umdenken in den Köpfen der anderen.

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Mittwoch, 31.1.2007

Deutsches Filmmuseum

18.00 Uhr
Rostov-Luanda

Abderrahmane Sissako, Deutschland/Frankreich 1997, 90 min, OmU, Beta SP

Der in Mauretanien geborene und in Mali aufgewachsene Filmemacher Sissako bekam nach dem Abitur die Möglichkeit in Moskau Film zu studieren. Zuvor wurde er für ein Jahr nach Rostov geschickt um dort die Sprache zu erlernen. Er freundete sich mit einem angolanischen Studenten der Verwaltungswissenschaften an. Viele Jahre später begibt er sich nach Angola auf die Suche nach seinem Freund. Der Film ist zugleich eine Begegnung mit dem Angola der 1990er Jahre und ein Rückblick auf die jüngere Geschichte Afrikas.
Der Film wurde im Rahmen der Dokumenta X produziert

Sissako begibt sich auf die Suche nach einem alten Freund in Angola, den er viele Jahre zuvor in Rostov kennen gelernt hat. Sissako, der in Moskau Film studiert hatte, verbrachte zuvor dort ein Jahr um die Sprache zu lernen und freundete sich mit einem angolanischen Studenten der Verwaltungswissenschaften an. Der Film ist zugleich eine Begegnung mit dem Land Angola im Jahre 1997.

20.30 Uhr
Kurzfilmprogramm

Deweneti
Dyana Gaye, Senegal/Frankreich 2006, 15 min OmeU (Wolof)
Pour la nuit
Isabelle Boni-Claverie, Frankreich/Elfenbeinküste 2004, 27 min, OmeU
Africains poids moyens
Daniel Cattier, DR Kongo/Belgien 2004, 17 min, OmeU
Wdh. vom 29.1.2007


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