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20.00
Uhr Abderrahmane Sissako,
Frankreich/Mali/USA 2006, 117 min, OmU |
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In seinem aktuellen Film inszeniert
Sissako einen fiktiven Prozess gegen die Weltbank, in dem die Bevölkerung
als Opfer politischer und wirtschaftlicher Strukturanpassungen zu Wort
kommt.
Als Ort wählt er den Hof des Hauses in dem er aufgewachsen ist, in
einem populären Viertel von Bamako und lässt authentische Richter,
Ankläger und Verteidiger auftreten. Es geht um die Schulden, die
Privatisierungen, das Wasser und die Baumwolle. Während der Prozess
abläuft geht das Leben weiter. Mele geht zu ihrer Arbeit als Sängerin
in einer Bar, während ihr Mann Chaka, der arbeitslos ist, zu Hause
bleibt. Die Frauen bereiten das Essen, färben Stoffe, gehen ihrer
Arbeit nach. Ebenso wie die Bewohner verlässt die Kamera zeitweise
den Hof, zeigt die Leute in den angrenzenden Straßen, aber auch
Bilder in der Wüste von Menschen, die unterwegs zum Meer sind, um
den Kontinent in Richtung Europa zu verlassen. Eingefügt sind Szenen
eines Westerns mit weißen und schwarzen Cowboys, die eine kleine
Stadt überfallen. Sissako sagt, dass er den Zuschauern Zeit geben
will Luft zu holen: „Denn zunächst handelt es sich um einen Film:
Man darf den Zuschauer nicht vergessen. Um seine Großzügigkeit
nicht auszunutzen muss man Momente finden, die es ihm ermöglichen
zu entkommen, in den Western oder in die Wüste: Aber diese Momente
müssen natürlich immer einen Bezug zum Inhalt des Films haben“.
Wie seine anderen Filme zeichnet sich Bamako auf der Bildebene durch seine
visuelle Schönheit und seine dichte Atmosphäre aus. Er zeigt
damit, dass politisches Kino auch ein ästhetisches Erlebnis sein
kann.
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22.45
Uhr |
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Zwei einsame Gestalten in einem
Meer aus Sand: Ishtar, ein lebhaftes kleines Mädchen, und ihr Großvater
Bab’Aziz, ein blinder Derwisch. Ihr Ziel ist das große Derwisch-Treffen,
das alle dreißig Jahre stattfindet, dessen Ort jedoch nur demjenigen
offenbart wird, der sich von seinem Glauben und der unermesslichen Stille
der Wüste leiten lässt. Unterwegs begegnen ihnen reale und imaginäre
Menschen: Osman, der sich nach den schönen jungen Mädchen verzehrt,
die er am Grunde eines Brunnens gefunden hat, Zaid, der mit seinem Gesang
eine hinreißende Frau verführt und wieder verloren hat und
der Prinz, der sein Reich aufgibt, um Derwisch zu werden. In der Tradition
von 1001 Nacht erzählt der Film all ihre Geschichten.
Nacer Khemir versucht ein Bild der arabischen Kultur vom Iran bis in den
Magreb zu vermitteln, jenseits von Fanatismus und Intoleranz. Dabei steht
der Sufismus, bei dem die Liebe eine zentrale Rolle spielt, im Vordergrund.
Filmforum
Höchst
18.30 Uhr
Heremokono – En attendant le bonheur – Warten auf das Glück
Abderrahmane
Sissako, Mauretanien/Frankreich 2001, 96 min, OmU
mit Mohamed Ould Mohamed,
Khartra Ould Abdel Kader
Nouadhibou, eine Kleinstadt
an der Küste Mauretaniens, ein Ort des Transits. Abdallah besucht
vor seiner Abreise nach Europa noch einmal seine Mutter. Er sitzt in seinem
Zimmer mit dem ebenerdigen Fenster und beobachtet das Leben auf der Straße
als Fremder, da er die lokale Sprache nicht spricht. Fixiert auf Europa
bleibt er zunächst distanziert. Aber im Lauf der Zeit nähert
er sich den Bewohnern der kleinen Stadt an, beginnt, sich für sie
und ihr Leben zu interessieren. Soll er überhaupt noch fortgehen...?
Sissako schildert in ruhigen und schönen Bildern das Leben in dieser
afrikanischen Kleinstadt, zeigt ihre Bewohner mit großer Sympathie
und subtilem Humor.
20.30
Uhr Gavin Hood, Südafrika
2005, 95 min, OmU |
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Der Film ist nach einem Roman
von Athol Fugard entstanden, der in den fünfziger Jahren in Sophiatown
spielt und deren Charaktere den Regisseur fasziniert haben. Er verlegt
die Handlung in das Soweto der Gegenwart, das er in einem Studio nachbauen
lässt um es authentischer mit der 35-mm Kamera aufnehmen zu können.
An Stelle des Rassenkonflikts tritt die zunehmende Kluft zwischen Arm
und Reich. Im Mittelpunkt des Filmes steht Tsotsi, was im Soweto-Slang
so viel wie Gangster bedeutet, ein aggressiver junger Bandenchef. Nach
einem Streit in einer Bar, wo Tsotsi von einem Nachbarn mit Bemerkungen
über seine Kindheit gereizt wurde, flüchtet er in ein Stadtviertel,
wo die schwarze Mittelklasse wohnt. Dort schießt er eine Frau nieder
und flieht mit ihrem Auto. Als er überraschend entdeckt, dass sich
ein Baby im Auto befindet, nimmt er es mit und beginnt sich um es zu kümmern.
Durch die Sorge um einen anderen Menschen setzt langsam ein Prozess der
Veränderung bei ihm ein, der dazu führt, die eigenen traumatischen
Kindheitserinnerungen zu verarbeiten.
Der Film wurde 2006 mit dem Oscar für den besten ausländischen
Film ausgezeichnet.
Samstag,
20.01.2007
Deutsches Filmmuseum
| 18.00
Uhr Barakat! Djamila Sahraoui, Algerien/Frankreich 2006, 95 min, OmU (Arabisch/Französisch) mit Rachida Brakni, Fettouma Bouamari |
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Zwei selbstbewusste Frauen
aus einem algerischen Dorf in den 1990er Jahren sind die Protagonistinnen
des Films: Die lebenslustige Amel, Notärztin in einem Krankenhaus
und die ältere Krankenschwester Khadija, ehemalige Widerstandskämpferin
gegen die Franzosen im Algerienkrieg.
Als Amel eines Morgens nach einem Notfall im Krankenhaus nach Hause kommt,
ist ihr Mann, ein Journalist, verschwunden. Sie vermutet eine Verschleppung
durch eine islamistische Untergrundgruppierung. Zusammen mit Khadidja
macht sie sich auf die Suche. Dabei geraten die beiden selbst in Gefangenschaft.
„Ich wollte in meinem Film weder eingesperrte, unterwürfige Frauen
zeigen, wie man sie aus algerischen Filmen kennt, noch wirklichkeitsfremde
Heldinnen, die sich im Namen der Geschichte selbst verleugnen. Ich wollte
Frauen porträtieren, die in Bewegung sind (...) die in ihrem Leben
vorankommen, ohne sich selbst zu bemitleiden ...“ Djamila Sahraoui
| 20.30
Uhr Daratt Mahamat-Saleh Haroun Frankreich/Belgien/Tschad/Österreich 2006, 93 min, OmeU mit Ali Bacha Barkaï, Youssouf Djaoro |
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Anlässlich des Mozart-Jahres
hat das Wiener Festival „New Crowned Hope“ sieben Filme in Auftrag gegeben,
die sich frei nach einer der letzten drei Mozart Opern inspirieren lassen
sollen. Mahamet-Saleh Haroun greift in Daratt die Fragestellungen der
Oper „La Clemenza di Tito“ auf, die nach der Möglichkeit von Vergebung
und Versöhnung fragt. Er verlegt die Handlung in den vom Bürgerkrieg
erschütterten Tschad.
Der Film erzählt von dem Jugendlichen Atim, der auszieht, den Mörder
seines Vaters zu suchen, der vor seiner Geburt getötet wurde. Er
findet den Mörder, der sich mittlerweile niedergelassen hat und eine
Bäckerei betreibt. Atim lässt sich als Lehrling einstellen und
beginnt das Handwerk zu lernen. Langsam entwickelt sich eine merkwürdige
Beziehung zwischen den Beiden. Während der Ältere Atim als Sohn
adoptieren möchte, hadert dieser mit seinen Gefühlen und erkennt
in dem Bäcker die Vaterfigur, die er immer vermisst hat.
Mahamet-Saleh Haroun ist bekannt als einer der wichtigsten, zeitgenössischen
Filmemacher Afrikas. Auf den ersten Spielfilm Bye Bye Africa folgte der
hoch gelobte Abouna, ein einfühlsamer und berührender Bericht
zweier Jungen auf der Suche nach dem vermissten Vater. Wie diese früheren
Arbeiten ist Daratt täuschend einfaches, elegant cineastisches Geschichtenerzählen
– trotz seiner Einfachheit reich an Bedeutung und Relevanz für unsere
Zeit.
Der Film erhielt bei den diesjährigen Filmfestspielen in Venedig
den Spezialpreis der Jury.
22.30 Uhr
Un matin bonne heure / Early in the Morning
Gahité Fofana, Frankreich/Guinea 2005, 75 min, OmeU (Peule, Französisch)
mit Mamoudou Camara, Sory Kandia Kouyate
Musik: Sory Kandia Kouyate
Am 2. August 1999 werden Yaguine Koïta und Fodé Tounkara in
Brüssel im Fahrwerk einer Sabena-Maschine entdeckt, erfroren, in
ihren Taschen ein Brief, gerichtet an „Ihre Exzellenzen, die Herren Verantwortlichen
Europas: An Ihre Solidarität und Ihre Warmherzigkeit appellieren
wir und bitten Sie Afrika zu helfen…“ Der Text dieses umständlich
formulierten Hilferufs der beiden Jugendlichen steht am Schluss von Gahité
Fofanas Schilderung ihrer letzten Tage. Die sensible Erzählung des
guineisch-französischen Regisseurs ist fiktiv und steht für
die Lebenssituation vieler junger Afrikanerinnen, die dem Warten auf eine
bessere Zukunft ein Ende setzen wollen. Sie haben ein Dach über dem
Kopf, gehen zur Schule, machen Musik und lieben den Sport, doch in der
Gesellschaft, in der sie leben, ist die Verwirklichung von Träumen
nur den wenigsten vorbehalten.
Filmforum Höchst
18.30 Uhr
L’Appel des arènes – Wrestling Grounds
Cheikh Ndiaye, Senegal/Burkina Faso/Marokko/Frankreich 2005, 105 min,
OmeU (Wolof, Französisch)
mit Abdoul Aziz Ndiaye, Ibrahima Mbaye
Der Film basiert auf Aminata Sow Falls gleichnamiger Novelle, die sich
mit der alten senegalesischen Tradition des Wrestling-Kampfes aus zwei
unterschiedlichen Perspektiven auseinandersetzt.
Der 17-jährige Nalla stammt aus einer wohlhabenden Familie in Dakar.
Als er eines Abends von einer Gruppe Rowdys überfallen wird, kommt
ihm der Automechaniker André zu Hilfe. Die beiden freunden sich
an und André nimmt Nalla zum Wrestling-Training mit, wo er Einblicke
in die mystische Welt dieser Sportart erhält. Gegen den Willen seiner
Eltern übernimmt Nalla eine wichtige Funktion im Eröffnungskampf
der Wrestling - Saison.
Sory ist 25 Jahre alt und leidet an epileptischen Anfällen. Er ist
arbeitslos und kann sich nur durch kleine Gaunereien über Wasser
halten. Er schließt sich einigen Kriminellen an, die ihr Geld unter
anderem mit illegalem Kartenverkauf vor den Wrestling- Arenen und mit
Wetten verdienen – die Seite des Wrestlings, die von der Mafia kontrolliert
wird.
20.30 Uhr
Bamako
Abderrahmane Sissako, Frankreich/Mali/USA 2006, 117 min, OmU
mit Aïssa Maïga, Tiécoura Traoré
Wdh. vom 19.1.2007
Sonntag,
21.01.2007
Deutsches Filmmuseum
20.30 Uhr
Bab’ Aziz - Le Prince qui contemplait son âme / Bab’ Aziz - Der
Prinz der seine Seele betrachtet
Nacer Khemir, Frankreich/Deutschland/Iran/Tunesien/GB 2005, 98 min, OmeU
mit Parviz Shahinkhou, Maryam Hamid
Wdh. vom 19.1.2007
Filmforum Höchst
| 18.30
Uhr Les Oiseaux du ciel – Birds of Heaven Eliane de Latour, Frankreich/Großbritannien/Elfenbeinküste 2005, 109 min, OmeU mit Fraser James, Marie-Josée Crozé, Djédjé Apali |
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Die Freunde Shad und Otho verlassen die Elfenbeinküste, um in Europa
ihr Glück zu machen. In Spanien betreiben sie einen Taxidienst für
andere illegal Eingewanderte. Doch dann taucht bei einer Geburtstagsfeier
überraschend die Polizei auf. Shad kann entkommen, Otho aber wird
festgenommen und nach Abidjan abgeschoben. Dort sieht es übel für
ihn aus, Freunde und Verwandte wollen nichts mehr von ihm wissen. In seiner
Not unterschlägt er das Geld, das Shad aus Europa schickt und eigentlich
für seine Schwester Pelagie bestimmt ist, Othos Verlobte. Er wird
es bestimmt zurückzahlen, zunächst aber steckt er es in kreative
Projekte, die Zukunftspotenzial besitzen, auch in Hinsicht auf eine mögliche
Rückkehr nach Europa. Shad ist unterdessen nach London gelangt, wo
er mit gefälschten Papieren arbeitet und Tango kennen lernt, eine
junge Französin. Tango nimmt Shad mit nach Paris – dort würde
es leichter für ihn sein, Arbeit und Papiere zu bekommen. Und wenn
nicht, wolle sie ihn heiraten ...
| 20.30
Uhr Bled Number One Rabah Ameur-Zaïmeche, Algerien/Frankreich 2006, 100 min, OmeU (Arabisch) mit Rabah Ameur-Zaïmeche, Abel Jafri, Meryem Serbah |
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Kamel (Rabah Ameur-Zaimeche)
wird aus Frankreich in ein ihm vollkommen fremdes Algerien ausgewiesen.
Fast dokumentarisch erzählt der Film vom Leben in einer algerischen
Kleinstadt (Kaff – Bled) in den 1990er Jahren. Kamel kann sich nicht einfinden
in das Leben im Dorf, in seine Familie. Zu sehr widern ihn die Gebrechen
seines Landes an, der Extremismus, die Arbeitslosigkeit, die Gewalt gegen
die Frauen. Nur in Louisa sieht er eine Verbündete, die sich genauso
wie er nicht mit der Situation abfinden will. Kamel und Louisa stehen
für eine neue Generation, die gegen die bestehenden Verhältnisse,
aber auch gegen den islamistischen Terror rebelliert.
Rabah Ameur Zaimeche, dessen Film Wesh Wesh bereits in deutschen
Kinos zu sehen war, beschreibt Algerien in seiner ganzen Komplexität,
zeigt aber auch die Schönheit dieses Landes.
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Montag, 22.01.2007
Filmforum
Höchst
18.30 Uhr
Bab’ Aziz - Le prince qui contemplait son âme / Bab’ Aziz, der Prinz
der seine Seele betrachtet
Nacer Khemir, Frankreich/Deutschland/Iran/Tunesien/GB 2005,
mit Parviz Shahinkhou, Maryam Hamid
Wdh. Vom 19.1.2007
20.30 Uhr
Daratt
Mahamat-Saleh Haroun
Frankreich/Belgien/Tschad/Österreich 2006, 93 min, OmeU
mit Ali Bacha Barkaï, Youssouf Djaoro
Wdh. vom 20.1.2007
Dienstag, 23.1.2007
Deutsches
Filmmuseum
18.00 Uhr
Barakat!
Djamila Sahraoui, Algerien/Frankreich 2006, 95 min, OmU
mit Rachida Brakni, Fettouma Bouamari
Wdh. vom 20.1.2007
20.30 Uhr
Bled Number One
Rabah Ameur-Zaïmeche, Algerien/Frankreich 2006, 100 min, OmeU (Arabisch)
mit Rabah Ameur-Zaïmeche, Abel Jafri, Meryem Serbah
Wdh. vom 21.1.2007
Filmforum
Höchst
18.30 Uhr
Tsotsi
Gavin Hood, Südafrika 2005, 95 min, OmU
mit Presley Chweneyagae, Terry Pheto
Wdh. vom 19.1.2007
20.30 Uhr
Un matin bonne heure / Early in the Morning
Gahité Fofana, Frankreich/Guinea 2005, 75 min, OmeU (Peule, Französisch)
mit Mamoudou Camara, Sory Kandia Kouyate
Musik: Sory Kandia Kouyate
Wdh. vom 20.1.2007
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Mittwoch, 24.01.2007
Deutsches
Filmmuseum
18.00 Uhr
Tsotsi
Gavin Hood, Südafrika 2005, 95 min, OmU
mit Presley Chweneyagae, Terry Pheto
Wdh. vom 19.1.2007
20.30 Uhr
Les Oiseaux du ciel – Birds of Heaven
Eliane de Latour, Frankreich/Großbritannien/Elfenbeinküste
2005, 109 min, OmeU
mit Fraser James, Marie-Josée Crozé, Djédjé
Apali
Wdh. vom 21.1.2007
Filmforum
Höchst
18.30 Uhr
Heremokono – En attendant le bonheur / Warten auf das Glück
Abderrahmane Sissako, Mauretanien/Frankreich 2001, 96 min, OmU mit Mohamed
Ould Mohamed, Khartra Ould Abdel Kader
Wdh. vom 19.1.2007
20.30 Uhr
Bab’ Aziz - Le Prince qui contemplait son âme / Bab’ Aziz - Der
Prinz der seine Seele betrachtet
Nacer Khemir, Frankreich/Deutschland/Iran/Tunesien/GB 2005, 98 min, OmeU
mit Parviz Shahinkhou, Maryam Hamid
Wdh. vom 19.1.2007
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Donnerstag, 25.1.2007
Deutsches Filmmuseum
| 18.00
Uhr Shadows of Fate – A Refugees Childhood Susan Gluth, Deutschland 2006, 76 min, OmeU (Arabisch, Massalit), Beta SP Zu Gast Susan Gluth |
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Der Film beschreibt den Konflikt
in Darfur aus der Sicht zweier Mädchen. Die elfjährige Fatima
und ihre Freundin, die ein Jahr ältere Jasmin leben in Bredjing,
einem riesigen Zeltlager der UN im südlichen Tschad mit 35.000 anderen
Flüchtlingen aus Darfur. Nur knapp sind sie dem Massaker in ihrem
Heimatort entkommen. Der Film beschreibt den Alltag der Mädchen im
Camp der ihnen hilft, die Trauer über das Geschehene in den Hintergrund
treten zu lassen. Die beiden Freundinnen teilen alles, machen gemeinsam
Schulaufgaben, sammeln Holz und erleben und erleben einige unbeschwerte
Momente, die ihnen Kraft geben ihre Traumata zu verarbeiten.
Der nahe Blick auf den Mikrokosmos der Mädchen und ihrer Familien
spiegelt nicht zuletzt auch die große Tragödie der Flüchtlinge
weltweit wider.
20.30 Uhr
All about Darfour
Taghred Elsanhouri, Großbritannien 2005, 81 min, OF
Die heute in London lebende
Filmemacherin Tagred Elsanhouri begibt sich auf eine persönliche
Reise nach Khartoum, in ihre alte Heimat. Sie möchte versuchen, die
Gründe zu verstehen, die sich hinter den Konflikten verbergen, die
das Land spalten.
Geht es wirklich um Islam und Christentum, Afrikaner oder Araber?
Sie lässt eine ganze Reihe von unterschiedlichen Leuten zu Wort kommen.
Dazu gehören Schülerinnen an ihrer alten Schule sowie Professoren
an der Universität. Sie befragt Männer in Teestuben und besucht
eines der großen Flüchtlingslager.
Freitag,
26.1.2007
Deutsches Filmmuseum
| 18.00
Uhr Conversation on a Sunday Afternoon Khalo Matabane, Südafrika 2005, 80 min, OmeU (Englisch, Französisch, Zulu, Serbokroatisch, Kisuaheli), Beta SP |
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Keniloe, ein junger Dichter,
lebt in Johannesburg und verbringt seine Sonntage in einem Park in Hillbrow.
Dort lernt er Fatima kennen, die aus Somalia geflüchtet ist. Inspiriert
durch ihre Bekanntschaft beschließt er ein Buch über Flüchtlinge
und die Auswirkungen von Krieg und Vertreibungen zu schreiben. Als er
eines Tages Fatima nicht im Park antrifft, macht er sich auf die Suche
nach ihr. Dabei lernt er eine Vielzahl von Menschen kennen, die Flucht
als gemeinsame Erfahrung erlebt haben und ihm ihre bewegenden Geschichten
erzählen.
Der Film ist eine faszinierende Mischung aus dokumentarischen und fiktiven
Elementen. Er ist der erste Teil einer geplanten Trilogie von improvisierten,
auf Digital Video gedrehten Filmen über globale Themen. Durch die
bewegliche Kamera gelingt es ihm einen authentischen Eindruck von dem
urbanen Leben in Johannesburg zu vermitteln.
20.30 Uhr
L’Appel des arènes – Wrestling Grounds
Cheikh Ndiaye, Senegal/Burkina Faso/Marokko/Frankreich 2005, 105 min,
OmeU (Wolof, Französisch)
mit Abdoul Aziz Ndiaye Ibrahima Mbaye
Wdh. vom 20.1.2007
Zu Gast Cheikh Ndiaye
22.30 Uhr
O Herói / The Hero
Zézé Gamboa, Angola/Portugal 2004, 97 min, OmeU
mit Makena Diop, Milton Coelho, Patricia Bull
Der Unteroffizier Vitorio wird nach dem Ende des Bürgerkrieges aus
der Armee entlassen. Durch eine Landminie hat er ein Bein verloren und
die Rückkehr in das normale Leben fällt ihm schwer. Er zieht
durch die Straßen Luandas auf der Suche nach Arbeit. Zu allem Unglück
wird ihm auch noch seine Prothese gestohlen. Erst das Zusammentreffen
mit der warmherzigen Prostituierten Judite, dem orientierungslosen Jungen
Manu, der seinen vermissten Vater sucht und der Lehrerin Joanne lässt
eine hoffnungsvollere Zukunft möglich erscheinen.
Zézé Gamboa wirft in seinem ersten Spielfilm einen schonumgslosen
aber auch liebevollen Blick auf seine Heimatland.
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Samstag, 27.1.2007
Deutsches Filmmuseum
| 18.00
Uhr Angola – Saudades de quem te ama Angola – Saudades from the One Who Loves You Richard Pakleppa, Südafrika 2005, 65 min, OmeU (Portugisisch/Englisch), Beta SP Dokumentarfilm Zu Gast Richard Pakleppa |
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In seinem Filmessay führt uns Richard Pakleppa auf eine lyrische Reise durch ein über viele Jahre vom Bürgerkrieg zerrissenen Land. Seit dem Friedensabkommen versucht das Land sich von den Verwüstungen zu erholen, doch die Spuren sind immer noch sichtbar. Angola präsentiert sich voller Kontraste, zwischen Arm und Reich und zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Eine Gruppe von Straßenkindern, ein Priester, ein Lehrer, ein Fischverkäufer und ein Rapper erzählen von den Veränderungen, die ihr Leben bestimmen. Sie schwanken zwischen Hoffnungslosigkeit und Aufbruchswillen. Die Bilder verweben sich mit den sehnsüchtigen Liedern des angolanischen Musikers Paulo Flores.
20.30 Uhr
O Herói / The Hero
Zézé Gamboa, Angola/Portugal 2004, 97 min, OmeU
mit Makena Diop, Milton Coelho, Patricia Bull
Wdh. vom 26.1.2007
22.30 Uhr
Tsotsi
Gavin Hood, Südafrika 2005, 95 min, OmU
mit Presley Chweneyagae, Terry Pheto
Wdh. vom 19.1.2007
Sonntag, 28.1.2007
Deutsches Filmmuseum
18.00 Uhr
Un matin bonne heure / Early in the Morning
Gahité Fofana, Frankreich/Guinea 2005, 75 min, OmeU (Peule, Französisch)
mit Mamoudou Camara, Sory Kandia Kouyate
Musik: Sory Kandia Kouyate
Wdh. vom 20.1.2007
| 20.30
Uhr Sometimes in April / Jedes Jahr im April Raoul Peck, USA/Ruanda 2004, 139 min, OmU mit Idris Elba, Carole Karemera Zu Gast Carole Karemera (angefragt) |
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Nach seinem Spielfilm Lumumba,
der ihn weithin bekannt machte, widmet sich Raoul Peck in seinem jüngsten
Film erneut der jüngeren Geschichte Afrikas. Er spielt vor dem Hintergrund
des Völkermordes in Ruanda.
Der Hutu Soldat Augustin entzieht sich der militärischen Führung
um seine Frau, eine Angehörige der Tutsi, und seine Kinder in Sicherheit
zu bringen. Doch er kann nicht zu ihnen gelangen und erfährt nicht,
was aus ihnen geworden ist. Jahre später, nachdem er mit seiner Freundin
Martine ein neues Leben beginnen will, besucht er das US-Tribunal in Arusha,
wo sich sein Bruder für die aufhetzerische Rolle, die er und andere
Journalisten spielten, vor einer Wahrheitskommission verantworten muss.
Montag, 29.1.2007
Deutsches Filmmuseum
18.00 Uhr
Kurzfilmprogramm:
Deweneti
Dyana Gaye, Senegal/Frankreich 2006, 15 min OmeU (Wolof)
Dakar, die Hauptstadt des Senegal. Der Junge Ousmane ist gerade sieben Jahre alt und muss sich seinen Lebensunterhalt durch Betteln auf der Straße verdienen. Aber er träumt von einem besseren Leben und hat eine Idee, es zu erreichen. Jeder der ihn unterstüzt wir in ein Brief mit aufgenommen den er an den Weihnachtsmann schreiben will.
Pour la nuit
Isabelle Boni-Claverie, Frankreich/Elfenbeinküste 2004, 27 min, OmeU
Ein Film über die Identitätsprobleme einer jungen Frau. Muriel, deren Vater Europäer und deren Mutter Afrikanerin ist, kommt zur Beerdigung ihrer Mutter nach Marseille. Als ihr Vater ihr vorwirft, ihre Mutter nie akzeptiert zu haben, stürzt sie sich ins Nachtleben. Dort lernt sie Sami kennen, einen jungen Mann, der sich am nächsten Tag verheiraten wird ....
Africains poids moyens
(2004)
Daniel Cattier, DR Kongo/Belgien 2004, 17 min, OmeU
Am Vorabend der Unabhängigkeit des Kongo landet der kongolesische Boxer Samwa mit seinem Bruder, der zugleich sein Trainer und Manager ist, in Brüssel um an der afro-europäischen Mittelgewichtsklasse teilzunehmen. Die anfängliche Freude, weicht einer zunehmenden Spannung. Samsa fühlt sich von seinem Bruder bevormundet und dann fordern auch noch die Organisatoren, dass Samwa den Kampf verlieren soll ...
| 20.30
Uhr Sisters in Law Kim Longinotto und Florence Ayisi Großbritannien 2005, 106 min, OmU |
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Der Film zeigt ein hoffnungsvolles
Beispiel für die erfolgreiche Durchsetzung des Rechtsstaats in Kumba,
einem kleinen Ort im Südwesten Kameruns. Er begleitet die Staatsanwältin
Vera Ngassa und die Richterin Beatrice Ntuba bei der Arbeit und verfolgt
die Verhandlung dreier Delikte aus dem Dorf. Die kleine Manka wird von
ihrer Tante misshandelt. Die junge Sonita beschuldigt ihren Nachbarn der
Vergewaltigung, und Amina will sich nach Jahren der Qual von ihrem jähzornigen
Ehemann scheiden lassen.
Fall für Fall erkämpfen sich die beiden Rechtshüterinnen
Achtung in der muslimischen Gemeinde und bewirken ein langsames Umdenken
in den Köpfen der anderen.
Mittwoch, 31.1.2007
Deutsches Filmmuseum
18.00 Uhr
Rostov-Luanda
Abderrahmane Sissako, Deutschland/Frankreich 1997, 90 min, OmU, Beta SP
Der in Mauretanien geborene
und in Mali aufgewachsene Filmemacher Sissako bekam nach dem Abitur die
Möglichkeit in Moskau Film zu studieren. Zuvor wurde er für
ein Jahr nach Rostov geschickt um dort die Sprache zu erlernen. Er freundete
sich mit einem angolanischen Studenten der Verwaltungswissenschaften an.
Viele Jahre später begibt er sich nach Angola auf die Suche nach
seinem Freund. Der Film ist zugleich eine Begegnung mit dem Angola der
1990er Jahre und ein Rückblick auf die jüngere Geschichte Afrikas.
Der Film wurde im Rahmen der Dokumenta X produziert
Sissako begibt sich auf die Suche nach einem alten Freund in Angola, den er viele Jahre zuvor in Rostov kennen gelernt hat. Sissako, der in Moskau Film studiert hatte, verbrachte zuvor dort ein Jahr um die Sprache zu lernen und freundete sich mit einem angolanischen Studenten der Verwaltungswissenschaften an. Der Film ist zugleich eine Begegnung mit dem Land Angola im Jahre 1997.
20.30 Uhr
Kurzfilmprogramm
Deweneti
Dyana Gaye, Senegal/Frankreich 2006, 15 min OmeU (Wolof)
Pour la nuit
Isabelle Boni-Claverie, Frankreich/Elfenbeinküste 2004, 27 min, OmeU
Africains poids moyens
Daniel Cattier, DR Kongo/Belgien 2004, 17 min, OmeU
Wdh. vom 29.1.2007
nach
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