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Lesung |
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Zentralbibliothek
der Stadtbücherei Ken Bugul (Senegal) liest aus ihrem Roman »La pièce d’or« (Das Goldstück) Moderation: Margrit Klinger-Clavijo, Journalistin,Literaturkritikerin und Übersetzerin. (Lesung auf französisch mit deutscher Übersetzung) |
Ken Bugul wurde 1947 in Haleme
Hordar (Senegal) geboren: Sie hat in Europa studiert und lebt heute in
Porto Novo (Benin). Nachdem sie jahrelang in etlichen Ländern Afrikas
als Familienplanerin tätig war und hautnah mitbekam, welchen Zwängen
Frauen ausgesetzt sind, doch auch welche Mitgestaltungsmöglichkeiten
sich ihnen allmählich im heutigen Afrika eröffnen, fing sie
an, Romane zu schreiben. Mittlerweile liegen von ihr sieben, vielbeachtete,
teils ins Englische und Spanische übersetzte Romane vor. Auf deutsch
ist bislang nur ihr erster Roman »Le baobab fou« als »Die
Nacht des Baobab« im Züricher Unionsverlag erschienen.
Für den Roman »Riwan ou le chemin du sable«– der von
Polygamie und Spiritualität handelt – wurde sie 1999 mit dem Grand
Prix littéraire de l'Afrique noire ausgezeichnet.
In ihrem 2006 erschienenen Roman »La pièce d’or« greift
Ken Bugul das thema Migration auf. Im Senegal, doch nicht nur dort, erfolgt
die Abwanderung stets nach dem gleichen Schema: vom Dorf in die Großstadt.
Doch dort ist kein Auskommen, daher weiter nach Europa, in die USA oser
dorthin, wo der Traum vom besseren Leben realisierbar scheint. Ken Bugul
begnügt sich jedoch nicht nur mit der ebenso plastischen wie drastischen
Beschreibung dieser Abwanderungen, sondern forscht nach deren Ursachen.
Sie geht dabei bis in die sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts zurück
und fragt, ob der vermeintliche Aufbruch in die Unabhängigkeit nicht
faktisch in neue Abhängigkeiten mündete, an deren Folgen die
Mehrheit der Bevölkerung nach wie vor schwer zu tragen hat.
Mit Unterstützung des
Institut Français
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