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LAbsence |
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Adama, der mit 14 Jahren den
Senegal verlassen hat, lebt als erfolgreicher Wissenschaftler zufrieden
in Frankreich. Durch einen Brief seiner taubstummen Schwester über
den gesundheitlichen Zustand seiner Großmutter alarmiert, kehrt
er nach 15-jähriger Abwesenheit zu den beiden zurück. Doch Adama
hat nicht die Absicht im Senegal zu bleiben. In dieser angespannten Situation
erfährt er, dass seine Schwester sich als Prostituierte verdingt
Eine Geschichte vom Fortgehen und Wiederkommen, vom Leben zwischen zwei
Kulturen und von der Entfremdung auch gegenüber der eigenen Familie,
die exemplarisch für viele Afrikanerinnen und Afrikaner stehen kann,
die ihr Land verließen.
Der in der afrikanischen Metropole Dakar spielende überaus
radikale Spielfilm stellt auf paradigmatische Weise die Emanzipation vom
Kino der Gründergeneration dar. Er will raus aus dem Ghetto des afrikanischen
Films, pfeift auf den Schutzraum, in dem das Minderheitenkino gefeiert
wird und präsentiert sich lieber als Vertreter eines kosmopolitischen
Autorenfilms (Le Monde Diplomatique 4/09)
Samstag 6.2.2010 | 20.00 Uhr | Mal Sehn Kino
Dienstag 9.2.2010 | 20.30 Uhr | Filmforum Höchst
Zu Gast: Mama Keïta
| Behind
the Rainbow |
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Die ägyptisch-französische
Regisseurin Jihan El-Tahri schildert in ihrem hochaktuellen Dokumentarfilm
die Entwicklung des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) von der Befreiungsbewegung
zur Regierungspartei Südafrikas.
Immer häufiger stellt sich nach der Präsidentschaft Nelson Mandelas
die Frage, wie seine Erben im ANC mit ihrer Macht umgehen. Immer wieder
werden den ehemaligen Revolutionären Korruption und Ämterpatronage
vorgeworfen. Vor allem der populäre Politiker Jacob Zuma, einst enger
Wegbegleiter und Kampfgefährte von Thabo Mbeki, sah sich in den vergangenen
Jahren massiven Korruptionsvorwürfen ausgesetzt. Dennoch wurde Zuma,
nicht zuletzt wegen seines Charismas, im April 2009 mit großer Mehrheit
zum neuen Präsidenten gewählt.
Interviews mit jetzigen und ehemaligen Schlüsselfiguren des ANC wie
Jacob Zuma, Kgalema Motlanthe, Pallo Jordan und Thabo Mbeki offenbaren
die Transformationsprozesse und internen Interessenskonflikte des ANC.
Von Jihan El-Tahri zeigten wir im Rahmen von Africa Alive 2008 bereits
Cuba L´Odyssee africaine.
Freitag 5.2.2010 | 17.30 Uhr | Mal Sehn Kino
Sonntag 7.2.2010 | 18.00 Uhr | Filmforum Höchst
Montag 8.2.2010 | 17.30 Uhr | Caligari Filmbühne Wiesbaden
| Fahrenheit
2010 - Warming Up For the World Cup in South Africa |
Die Fußballweltmeisterschaft
2010 ist zweifellos eines der bedeutendsten Ereignisse in Südafrika
seit dem Ende der Apartheid und den ersten demokratischen Wahlen. Der
2008 gedrehte Film untersucht systematisch die Erwartungen einer Vielzahl
von Südafrikanern an den Auftritt ihres Landes zum FIFA World Cup
2010 und präsentiert einen Querschnitt divergierender Meinungen.
Schwerpunktthemen sind Südafrikas sozioökonomische Ungleichheiten
und die Debatte, ob das Errichten von hypermodernen Sport-Arenen dem Land
weiße Elefanten hinterlässt, die es sich schwerlich leisten
kann.
Zu den Interviewten zählen Danny Jordaan, Desmond Tutu, Michael Sutcliffe,
Jomo Sono, Dennis Brutus sowie Bauarbeiter, Straßenhändler
und Fußballspieler.
Montag 8.2.2010 | 20.30 Uhr | Filmforum Höchst
Zu Gast: Bernd Eichner (medico international, Pressereferent)
| Fantan
Fanga - Le Pouvoir des pauvres / Power of the Poor |
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Der Politkrimi spielt in einem
fiktiven Land Westafrikas. Die Aufklärung eines Ritualmords an einem
Albino lassen die Widersprüche einer Gesellschaft zwischen traditioneller
Herrschaft und einer an westlichen Vorbildern orientierten Demokratie
zutage treten.
Durch die bevorstehenden Wahlen ist die Herrschaft des korrupten Innenministers
bedroht. Da kommt unter mysteriösen Umständen der Albino Adama
ums Leben. Seine Leiche wird ohne Kopf aufgefunden. Nach traditioneller
Vorstellung werden Albinos übernatürliche Kräfte zugeschrieben.
Die Ermittlungen treten auf der Stelle. Doch Adamas Freund Daouda gelingt
es, mit der noch jungen, aber sehr engagierten Kommissarin Fily die Hintermänner
ausfindig zu machen. Mit Hilfe des bekannten Marabouts El Hadj Souma Cisse
können sie den Täter identifizieren.
Der Film ist nach Tafe Fanga (Skirt Power), in dem es
um die Macht der Frauen ging, der zweite Teil einer Trilogie über
Gesellschaft und Familienleben in Mali
Donnerstag 4.2.2010 | 20.30 Uhr | Filmforum Höchst
Freitag 5.2.2010 | 20.00 Uhr | Mal Sehn Kino
| Le
Fauteuil |
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Séraphin, der Generaldirektor
einer Bergwerksgesellschaft, wird seines Amtes enthoben. Politische Protektion
hilft ihm ebenso wenig wie der Beistand seines Marabout: Die Regierung
will in Zukunft mehr Wert auf Good Governance legen. So kommt die Ingenieurin
Ouédraogo (Norah Kafando) auf den Chefsessel. Eingeschränkt
von Vorurteilen und dem gesellschaftlichen Druck, der auf ihr als Mutter
und Ehefrau lastet, versucht sie, sich zu behaupten. Sie wird damit zum
Symbol für die Durchsetzungskraft der afrikanischen Frau auch unter
schwierigen Bedingungen. Le Fauteuil ist ein Schleudersitz,
der durch die Eigenarten seiner wechselnden Inhaber geprägt wird.
Ich bin heute sehr berührt von den ersten Kommentaren zu dem
Film. Einige Frauen sagten mir, dass sie sich in der Person (Frau Ouédraogo),
die ich verkörpere, wieder finden und dass dies ihnen den Mut gibt,
zu wissen, dass man alle Schwierigkeiten überwinden kann. Das ist
das Wichtigste für mich. (Norah Kafando)
Sonntag 7.2.2010 | 20.30 Uhr | Filmforum Höchst
Zu Gast : Missa Hebié
| Fools |
Der erste abendfüllende
Spielfilm eines schwarzen südafrikanischen Filmemachers. Er spielt
in dem Township Charterston, nahe Johannesburg, Ende der 80er Jahre kurz
vor der Entlassung Mandelas aus dem Gefängnis und zeigt, was die
Apartheid aus den Menschen gemacht hat. Im Mittelpunkt steht der Geschichtslehrer
Zamani, der von allen Leuten respektiert wird, obwohl er seine Schülerin
Mimi vergewaltigt hat. Früher rebellierte er gegen die Apartheid.
Mittlerweile hat er sich längst mit dem Regime arrangiert und organisiert
auf Geheiß des Schuldirektors das Picknick für den Nationalfeiertag
des Sieges der Buren über die Zulus. Als Zani, Mimis Bruder, in die
Stadt zurückkehrt und Vergeltung für seine Schwester sucht,
wird das Aufeinandertreffen der beiden Männer zu einer Auseinandersetzung
von verlorener und wiedergefundener Würde.
Freitag 5.2.2010 | 18.30 Uhr | Filmforum Höchst
| Hidden
Heart |
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Der Name Christian Barnard
steht für die weltweit erste gelungene Herztransplantation an einem
Menschen. Der weiße Südafrikaner hat die Erfolgsgeschichte
von 1967 jedoch nicht allein geschrieben. Zum Gelingen der damals sensationellen
Operation hat unter anderem auch ein schwarzer Südafrikaner maßgeblich
beigetragen: Hamilton Naki - ein Mann mit nur sechs Jahren Schulbildung,
der sich vom Gärtner zum begabten Chirurgieassistenten hinaufarbeitete.
Erst nach Barnards Tod wurde Naki entdeckt und zu einer Leitfigur im neuen
Südafrika. Der Film erzählt die Geschichte der beiden Männer,
die im System der Apartheid diametral verschiedene Chancen hatten.
Mittwoch 10.2.2010 | 18.30 Uhr | Filmforum Höchst
| Inland
- Gabbla |
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Malek ist ein Topograf, der
im kargen Westen Algeriens seiner Arbeit nachgeht. Als er in einer Nacht
von Explosionen geweckt wird, merkt er, dass er in der Nähe eines
Minenfelds Station gemacht hat. Eines Abends findet Malek eine junge schwarze
Frau, die sich in seinem Bauwagen versteckt hat. Er ist bereit ihr zu
helfen, die Flucht fortzusetzen, aber sie hat sich anders entschieden
und will zurück in ihr Land südlich der Sahara. So machen sich
die beiden auf eine Reise durch ein Land, das von Armut, Fundamentalismus
und Krieg gezeichnet ist.
Teguias eindringlicher Film besticht durch die grandiosen Wüstenbilder
und die kontemplative Ruhe, die diese ausstrahlen.
Von Europa aus hat man eine vereinfachte Sichtweise auf die Migrationsbewegungen
als Einbahnstraße vom Süden nach Norden. Aber diese Bewegungen
sind ungeheuer komplex. Das Essentielle geschieht in Afrika, nicht in
Europa. Sehr viele Migranten lassen sich in einem anderen Land nieder,
ohne den Kontinent zu verlassen. (Tariq Teguia, Cahiers du Cinéma
4/2009)
Mittwoch 10.2.2010 | 20.30 Uhr | Filmforum Höchst
| Izulu
Lami - My Secret Sky |
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Die 10 Jahre alte Themba und
ihr 8 Jahre alter Bruder Kheyi begeben sich nach dem Tod ihrer Mutter
auf die Reise aus ihrem ländlichen Heimatort in die Hafenstadt Durban
und schließen sich dort einer Straßengang an. Das junge Mädchen
träumt davon, den Wunsch seiner Mutter zu erfüllen und mit derer
einzigen Hinterlassenschaft, einer Grasmatte, einen Wettbewerb zu gewinnen.
Nach mehreren Enttäuschungen findet es am Ende zu seinen eigenen
Wünschen.
Das Spielfilmdebüt des Theater- und Filmregisseurs Madoda Ncayiyana
erzählt eine Geschichte von Durchhaltevermögen und Hoffnung.
Angesiedelt in der südafrikanischen Provinz Kwazulu Natal ist er
ganz in der dortigen Sprache isiZulu gedreht. Ebenso wie der Regisseur
selbst kommen die Kinder, die er mit größter Sorgfalt ausgewählt
hat, aus den umliegenden Dörfern, Townships und Ghettos der Hafenmetropole
und verleihen dem Film durch ihr wunderbares Spiel eine besondere Authentizität.
Ein modernes afrikanisches Märchen mit politischer Botschaft, das
zur Diskussion über Aids und Waisenkinder anregen soll.
Sonntag 7.2.2010 | 12.00 Uhr | Mal Sehn Kino
Montag 8.2.2010 | 20.00 Uhr | Caligari Filmbühne
Dienstag 9.2.2010 | 18.30 Uhr | Filmforum Höchst
| Jerusalema |
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Die authentische Geschichte
vom Aufstieg und Fall des südafrikanischen Gangsters Lucky Kunene.
Lucky ist im Township Soweto geboren und träumt von einem BMW und
einem Haus am Meer. Seine Zukunft sieht aber eher düster aus. So
versucht er sich zunächst mit Autodiebstählen und flieht, als
seine Bande auffliegt, nach Hillbrow, Johannesburg. Krumme Immobiliengeschäfte
machen ihn dort schließlich zum meistgefürchteten Unternehmer.
Mit einem selbstgegründeten Peoples Housing Trust bringt er heruntergekommene
Wohnblocks, die von ihren Besitzern vernachlässigt wurden, in seinen
Besitz. Jedoch nicht nur die Polizei, auch der nigerianische Drogentycoon
will Kunene an den Kragen.
Im Stil amerikanischer Actionfilme verbindet Jerusalema anspruchsvolles
Genrekino mit der sozialen Realität seines Landes.
Mittwoch 3.2.2010 | 20.30 Uhr | Filmforum Höchst
Samstag 6.2.2010 | 22.00 Uhr | Mal Sehn Kino
| Keiskamma
- A story of love |
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Zum zweiten Mal hat die GTZ
in Kooperation mit dem Zanzibar International Film Festival (ZIFF)
und dem Southern Africa Communications for Development (SACOD)
den Ousmane-Sembène-Films-for-Development Award vergeben.
In diesem Jahr ging er an die Südafrikanerin Miki Redelinghuys für
ihren Film Keiskamma/A story of love. Dieser Film
hat uns zutiefst beeindruckt und berührt. (
) In eindrucksvoller
Weise zeigt er, welchen Herausforderungen eine ländliche Dorfgemeinschaft
aufgrund von HIV und AIDS gegenübersteht, so die Begründung
der Jury. Mit dem Preis werden Filme ausgezeichnet, die sich in besonderer
Weise mit Themen der Entwicklungszusammenarbeit auseinandersetzen. Insgesamt
waren 17 afrikanische Filme zu HIV/AIDS, Gender, Bildung und Armut für
den mit 5.000 US-Dollar dotierten Preis nominiert.
Donnerstag 11.2.2010 | 20.30 Uhr | Filmforum Höchst
Zu Gast: Carmen Perez Samaniego (GTZ) und Thomas Wassermeyer (Initiator
des Filmpreises)
| Lieux
saints - Sacred Places |
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Ein sehr persönlicher
Blick auf das künstlerische Überleben in feindlicher Umgebung,
der darüber hinaus Überlegungen zum afrikanischen Kino anstellt.
Bouba hat im Viertel St. Leon in Ouagadougou einen Videoclub gegründet,
in dem er Filme für Kinder und Familien, aber auch Actionfilme zeigt.
Jules César ruft mit seiner Djèmbe die Leute zusammen, um
das abendliche Filmprogramm anzukündigen. Auch die Muslime des Viertels
treffen sich hier zum Gebet.
Dass sich meine beiden Protagonisten ergänzen, hat sich mir
erst langsam erschlossen. Bei ihrer Arbeit für den Video-Club sind
sie wie zwei Seiten einer Medaille. Diese zwei Figuren werden mich in
meiner weiteren filmischen Arbeit begleiten, die sich mit der Rolle und
dem Platz des Kinos auf einem Kontinent beschäftigt, auf dem der
afrikanische Filmemacher Mühe hat, sein Werk zu verbreiten.
Jean-Marie Teno
Sonntag 7.2.2010 | 18.00 Uhr | Mal Sehn Kino
| Mascarades |
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Fern von Larmoyanz und einer
Fokussierung auf religiöse Konflikte hat der 1973 geborene Regisseur
Lyes Salem eine wunderbar satirische Komödie gedreht.
Ein Dorf irgendwo in den Bergen Algeriens. Mounir, ein ganz normaler Macho,
der mit kleinen Geschäften seine Familie mehr schlecht als recht
durchs Leben bringt, hat im Grunde nur ein großes Problem: Seine
Schwester Rym ist noch unverheiratet und die Dorfbewohner beginnen, sich
über sie und ihn lustig zu machen.
Völlig betrunken verkündet er eines Abends, dass er einen reichen
Heiratskandidaten für sie gefunden habe. Jetzt steht er endlich im
Mittelpunkt von Gier und Eifersucht. Aber Rym hat sich längst
in Mounirs besten Freund, Khliffa, verliebt
Samstag 6.2.2010 | 20.30 Uhr | Filmforum Höchst
Sonntag 7.2.2010 | 20.00 Uhr | Mal Sehn Kino
| Mapantsula |
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Panic, ein kleiner Gauner,
schlägt sich als Taschendieb durchs Leben. Für Schwarze, die
sich ihr Geld durch Arbeit bei den Weißen verdienen, hat er nur
Verachtung übrig. Als er zufällig in eine Demonstration gerät
und verhaftet wird, findet er sich in einer Zelle mit politischen Aktivisten
wieder. Engagement gegen die Apartheid hat ihn bisher wenig berührt,
doch nun versucht ein skrupelloser Polizist, ihn dazu zu bewegen, seine
Mithäftlinge auszuhorchen. Panic muss sich für eine Seite entscheiden
und begreift, dass es hier nicht nur um ihn selbst geht.
Mapantsula wurde auf dem Höhepunkt des Ausnahmezustands im Untergrund
gedreht, auf Festivals im Ausland gefeiert und in Südafrika sofort
von der Zensur verboten. Mittlerweile besitzt der Film dank seiner kompromisslosen
Haltung Kultstatus.
"Wir wollen keinen Film über einen politischen Aktivisten machen,
sondern zeigen, wie jemand politisch wird, der vorher nur in den Tag hineinlebte
und plötzlich seine Situation erkennt und sie ändern will."
(Oliver Schmitz)
Donnerstag 4.2.2010 | 18.30 Uhr | Filmforum Höchst
| Nothing
but the Truth |
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Kanis preisgekrönter Film
basiert auf seinem gleichnamigen erfolgreichen Theaterstück. Mit
sich selbst in der Hauptrolle erzählt er die Geschichte von Sipho,der
sein Leben im Schatten seines Bruders, des berühmten Freiheitskämpfers
Themba, verbracht hat. Obwohl er jahrzehntelang in einer Bibliothek arbeitete
und loyal zum ANC stand, wird er nach dem Ende der Apartheid nicht befördert,
während sein Bruder, der nach Jahren im Exil nicht zurückgekehrt
ist, als Held gefeiert wird. Sipho steht damit für die vielen Südafrikaner,
deren Hoffnungen auf die Anerkennung ihres Leids und auf ein besseres
Leben durch den jungen südafrikanischen Staat bitter enttäuscht
wurden.
John Kani hinterfragt mit Nothing But the Truth nicht
nur den Mythos der Freiheitskämpfer; er macht auch den Weg für
eine Versöhnung frei.
Donnerstag 4.2.2010 | 20.00 Uhr | Mal Sehn Kino
Freitag 5.2.2010 | 20.30 Uhr | Filmforum Höchst
| The
Painter |
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Kefa Musinguzis Karriere als
Maler in Uganda will nicht richtig in Schwung kommen. Auch sein Verhältnis
zu seiner Muse und Geliebten Rita leidet darunter. Eines Morgens erhält
er eine Einladung, in der Schweiz auszustellen ...
Entstanden im Rahmen eines Wettbewerb des Goethe-Instituts, Latitude-
Quest for the Good Life mit Unterstützung der Art in Africa
Stiftung für die Kulturen Afrikas.
Sonntag 7.2.2010 | 18.00 Uhr | Mal Sehn Kino
| Sea
Point Days |
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Die Sea Point Promenade in
Kapstadt liegt an einem wunderschönen Flecken an der Atlantikküste.
Zur Anlage gehören zahlreiche Freizeiteinrichtungen sowie mehrere
Pools. Während der Apartheid war der Strand ausschließlich
Weißen vorbehalten. Dies hat sich mit Ende der Apartheid vor knapp
20 Jahren schlagartig geändert, heute genießen auch Schwarze
hier ihre Freizeit...
Sea Point ist ein Mikrokosmos der heutigen südafrikanischen Gesellschaft,
Treffpunkt der Ethnien, Klassen und Generationen. Über vier Jahre
lang filmte Regisseur François Verster dort: Ursprünglich
sollte der Film das Thema Glück bzw. Zufriedenheit in Südafrika
untersuchen. Hierfür schien dieser Ort prädestiniert. Schon
bald aber stellte sich heraus, dass diese Suche zu vielschichtigen und
komplexen Ergebnissen führte. So wie der Film heute ist, beschäftigt
er sich vielmehr mit der Schnittmenge von Ethnien, Klasse, Schönheit,
Angst, Glauben, Glück, Identität als mit den einzelnen Themen
an sich. (...) Ich habe versucht das Medium Film an sich zu nutzen, um
der widersprüchlichen südafrikanischen Identität eine Stimme
zu verleihen.
Sonntag 7.2.2010 | 14.00 Uhr | Mal Sehn Kino
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Shirley
Adams |
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Kapstadt, Südafrika. Shirley
Adams kümmert sich um ihren Sohn Donovan, der auf dem Heimweg von
der Schule von einer Kugel getroffen wurde und seitdem invalid ist. Die
Behandlungskosten haben die Familie ruiniert. Shirley ist pleite, arbeitslos
und ohne Mann der sie sitzen gelassen hat. Als Tamsin Ranger, eine
junge Physiotherapeutin, in ihr Leben tritt, hofft Shirley, dass es ihr
gelingt, Donovan aus seiner Depression zu holen.
Völlig unsentimental zeigt Hermanus konzentriertes Debüt
mit großer Ernsthaftigkeit die unaufhaltsame Spirale von Armut und
Gewalt. Ein einziges Ereignis vermag eine ganze Familie zu zerstören.
Über 10 Jahre hat der Regisseur die auf einer wahren Begebenheit
beruhende Geschichte mit sich herumgetragen, bis er eine passende Umsetzung
gefunden hatte. Das Portrait der willensstarken Mutter ist dabei exemplarisch
in die schwierige Situation des ganzen Landes eingebettet.
Donnerstag 4.2.2010 | 18.00 Uhr | Mal Sehn Kino
Samstag 6.2.2010 | 18.30 Uhr | Filmforum Höchst
Dienstag 9.2.2010 | 20.00 Uhr | Caligari Filmbühne Wiesbaden
| Soul
Power |
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Im Jahre 1974 findet im damaligen
Zaire ein nie da gewesenes Kulturereignis statt, das als das legendäre
African Woodstock in die Geschichte eingeht. Amerikanische Rhythm&Blues-
und Soul-Musiker der damaligen Zeit, unter ihnen Stars wie James Brown,
B. B. King und The Spinners treffen auf südafrikanische wie Miriam
Makeba und Afrisa und markieren den Beginn eines musikalischen Austausches
zwischen den beiden Kontinenten. Vereint in ihrer Leidenschaft für
die Musik und beseelt von der Black Power der späten 60er Jahre,
feiern sie in Kinshasa ihre gemeinsamen Wurzeln und die pure Lebensfreude.
Die drei Konzerte, initiiert von Hugh Masekela, waren ursprünglich
als Rahmenprogramm zum Boxkampf zwischen Muhammad Ali und George Foreman
gedacht. Die Veranstalter des Festivals engagierten ein ganzes Team bekannter
Kameramänner, um das Konzert zu dokumentieren. Das Filmmaterial blieb
jedoch aus rechtlichen Gründen zunächst unbearbeitet. Erst in
den 90ern wurde es zu Teilen ausgewertet und es entstand der Film When
We Where Kings, der fast ausschließlich vom Boxkampf handelt.
Der Cutter dieses Filmes, Jeffrey Levy-Hinte, hat sich nun dem Material
erneut gewidmet und die Musik in den Vordergrund gestellt.
Freitag 5.2.2010 | 22.00 Uhr | Mal Sehn Kino
Samstag 6.2.2010 | 22.15 Uhr | Filmforum Höchst
Mittwoch 10.2.2010 | 20.00 Uhr | Murnau Filmtheater Wiesbaden
| U-Carmen
eKhayelitsha |
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Die klassische Liebesgeschichte
von Carmen und Don José vor dem Hintergrund des aufreibenden Alltags
in einem südafrikanischen Township. Carmen ist keine Klischeefigur,
sondern eine sinnliche, unabhängige Frau, deren Freiheitsliebe und
Mut auch angesichts des Todes ungebrochen bleiben. Für die Musikaufnahmen
wurden die Liedtexte der Oper in Xhosa übersetzt.
Samstag 6.2.2010 | 16.00 Uhr | Filmforum Höchst
Sonntag 7.2.2010 | 15.30 Uhr | Filmforum Höchst
| When
the Mountain meets its Shadow |
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Erzählt werden die berührenden
Geschichten von Ashraf, Zoliswa und Arnold, die in den Armenvierteln rund
um Kapstadt auf unterschiedliche Art und Weise ums Überleben kämpfen.
Während Ashraf und sein Freund Mne nachts durch die Townships ziehen,
um gegen die Privatisierung von Wasser, Strom und Land zu kämpfen,
vertrauen Zoliswa und Arnold auf ihre eigene Arbeitskraft.
Als die Stadtverwaltung eine komplette Armensiedlung wegen der Fußball-WM
2010 räumen lassen will, werden Ashraf und sein Freund Mne mit ihren
eigenen unverarbeiteten Erlebnissen aus der Zeit der Apartheid konfrontiert
Mit starken Bildern und beeindruckenden Geschichten zeichnet der Film
das sensible Portrait einer Gesellschaft im Wandel zwischen Apartheid
und kapitalistischer Postmoderne.
Samstag 6.2.2010 | 18.00 Uhr | Mal Sehn Kino
Zu Gast: Alexander Kleider, Daniela Michel, Romin Khan und Usche Merk
(medico international, Projektkoordination Afrika)
Montag 8.2.2010 | 18.30 Uhr | Filmforum Höchst
Dienstag 9.2.2010 | 18.00 Uhr | Caligari Filmbühne