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Programm 2010

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Filme von A-Z

L’Absence

Mama Keïta, Senegal/Frankreich 2008, Beta SP, 84 min, OmeU (Französisch, Wolof)
mit William Nadylam, Ibrahim Mbaye
(Bestes Drehbuch, FESPACO-Preis 2009)

Adama, der mit 14 Jahren den Senegal verlassen hat, lebt als erfolgreicher Wissenschaftler zufrieden in Frankreich. Durch einen Brief seiner taubstummen Schwester über den gesundheitlichen Zustand seiner Großmutter alarmiert, kehrt er nach 15-jähriger Abwesenheit zu den beiden zurück. Doch Adama hat nicht die Absicht im Senegal zu bleiben. In dieser angespannten Situation erfährt er, dass seine Schwester sich als Prostituierte verdingt…
Eine Geschichte vom Fortgehen und Wiederkommen, vom Leben zwischen zwei Kulturen und von der Entfremdung auch gegenüber der eigenen Familie, die exemplarisch für viele Afrikanerinnen und Afrikaner stehen kann, die ihr Land verließen.
Der in der afrikanischen Metropole Dakar spielende „überaus radikale Spielfilm stellt auf paradigmatische Weise die Emanzipation vom Kino der Gründergeneration dar. Er will raus aus dem Ghetto des afrikanischen Films, pfeift auf den Schutzraum, in dem das Minderheitenkino gefeiert wird und präsentiert sich lieber als Vertreter eines kosmopolitischen Autorenfilms“ (Le Monde Diplomatique 4/09)

Samstag 6.2.2010 | 20.00 Uhr | Mal Seh’n Kino
Dienstag 9.2.2010 | 20.30 Uhr | Filmforum Höchst
Zu Gast: Mama Keïta

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Behind the Rainbow

Jihan El-Tahri, Südafrika/Ägypten 2009, Beta SP, 124 min, engl. OF, Dokumentarfilm
(Zweiter Dokumentarfilm-Preis beim FESPACO-Festival)

Die ägyptisch-französische Regisseurin Jihan El-Tahri schildert in ihrem hochaktuellen Dokumentarfilm die Entwicklung des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) von der Befreiungsbewegung zur Regierungspartei Südafrikas.
Immer häufiger stellt sich nach der Präsidentschaft Nelson Mandelas die Frage, wie seine Erben im ANC mit ihrer Macht umgehen. Immer wieder werden den ehemaligen Revolutionären Korruption und Ämterpatronage vorgeworfen. Vor allem der populäre Politiker Jacob Zuma, einst enger Wegbegleiter und Kampfgefährte von Thabo Mbeki, sah sich in den vergangenen Jahren massiven Korruptionsvorwürfen ausgesetzt. Dennoch wurde Zuma, nicht zuletzt wegen seines Charismas, im April 2009 mit großer Mehrheit zum neuen Präsidenten gewählt.
Interviews mit jetzigen und ehemaligen Schlüsselfiguren des ANC wie Jacob Zuma, Kgalema Motlanthe, Pallo Jordan und Thabo Mbeki offenbaren die Transformationsprozesse und internen Interessenskonflikte des ANC.
Von Jihan El-Tahri zeigten wir im Rahmen von Africa Alive 2008 bereits Cuba – L´Odyssee africaine.

Freitag 5.2.2010 | 17.30 Uhr | Mal Seh’n Kino
Sonntag 7.2.2010 | 18.00 Uhr | Filmforum Höchst
Montag 8.2.2010 | 17.30 Uhr | Caligari Filmbühne Wiesbaden

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Fahrenheit 2010 - Warming Up For the World Cup in South Africa

Craig Tanner, Australien/Südafrika 2009, Beta SP, 75 min, OF, Dokumentarfilm

 

Die Fußballweltmeisterschaft 2010 ist zweifellos eines der bedeutendsten Ereignisse in Südafrika seit dem Ende der Apartheid und den ersten demokratischen Wahlen. Der 2008 gedrehte Film untersucht systematisch die Erwartungen einer Vielzahl von Südafrikanern an den Auftritt ihres Landes zum FIFA World Cup 2010 und präsentiert einen Querschnitt divergierender Meinungen. Schwerpunktthemen sind Südafrikas sozioökonomische Ungleichheiten und die Debatte, ob das Errichten von hypermodernen Sport-Arenen dem Land weiße Elefanten hinterlässt, die es sich schwerlich leisten kann.
Zu den Interviewten zählen Danny Jordaan, Desmond Tutu, Michael Sutcliffe, Jomo Sono, Dennis Brutus sowie Bauarbeiter, Straßenhändler und Fußballspieler.

Montag 8.2.2010 | 20.30 Uhr | Filmforum Höchst
Zu Gast: Bernd Eichner (medico international, Pressereferent)

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Fantan Fanga - Le Pouvoir des pauvres / Power of the Poor

Adama Drabo, Ladadji Diakité, Mali 2009, 35mm, 88 min, OmeU
mit Djénébou Kone, Souleymane Diakité

Der Politkrimi spielt in einem fiktiven Land Westafrikas. Die Aufklärung eines Ritualmords an einem Albino lassen die Widersprüche einer Gesellschaft zwischen traditioneller Herrschaft und einer an westlichen Vorbildern orientierten Demokratie zutage treten.
Durch die bevorstehenden Wahlen ist die Herrschaft des korrupten Innenministers bedroht. Da kommt unter mysteriösen Umständen der Albino Adama ums Leben. Seine Leiche wird ohne Kopf aufgefunden. Nach traditioneller Vorstellung werden Albinos übernatürliche Kräfte zugeschrieben. Die Ermittlungen treten auf der Stelle. Doch Adamas Freund Daouda gelingt es, mit der noch jungen, aber sehr engagierten Kommissarin Fily die Hintermänner ausfindig zu machen. Mit Hilfe des bekannten Marabouts El Hadj Souma Cisse können sie den Täter identifizieren.
Der Film ist nach Tafe Fanga (Skirt Power), in dem es um die Macht der Frauen ging, der zweite Teil einer Trilogie über Gesellschaft und Familienleben in Mali

Donnerstag 4.2.2010 | 20.30 Uhr | Filmforum Höchst
Freitag 5.2.2010 | 20.00 Uhr | Mal Seh’n Kino

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Le Fauteuil

Missa Hebié, Burkina Faso 2009, 35mm, 95 min, OmeU
Norah Kafando, Barthelemy Bouda, Barou O. Ouedraogo

Séraphin, der Generaldirektor einer Bergwerksgesellschaft, wird seines Amtes enthoben. Politische Protektion hilft ihm ebenso wenig wie der Beistand seines Marabout: Die Regierung will in Zukunft mehr Wert auf Good Governance legen. So kommt die Ingenieurin Ouédraogo (Norah Kafando) auf den Chefsessel. Eingeschränkt von Vorurteilen und dem gesellschaftlichen Druck, der auf ihr als Mutter und Ehefrau lastet, versucht sie, sich zu behaupten. Sie wird damit zum Symbol für die Durchsetzungskraft der afrikanischen Frau auch unter schwierigen Bedingungen. Le Fauteuil ist ein Schleudersitz, der durch die Eigenarten seiner wechselnden Inhaber geprägt wird.

„Ich bin heute sehr berührt von den ersten Kommentaren zu dem Film. Einige Frauen sagten mir, dass sie sich in der Person (Frau Ouédraogo), die ich verkörpere, wieder finden und dass dies ihnen den Mut gibt, zu wissen, dass man alle Schwierigkeiten überwinden kann. Das ist das Wichtigste für mich.“ (Norah Kafando)

Sonntag 7.2.2010 | 20.30 Uhr | Filmforum Höchst
Zu Gast : Missa Hebié

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Fools

Ramadan Suleman, Südafrika/Frankreich/Mozambik/Zimbabwe 1997, DVD, 90 min, OmU (Englisch, Afrikaans und Zulu)
mit Patrick Shai, Dambisa Kente

Der erste abendfüllende Spielfilm eines schwarzen südafrikanischen Filmemachers. Er spielt in dem Township Charterston, nahe Johannesburg, Ende der 80er Jahre kurz vor der Entlassung Mandelas aus dem Gefängnis und zeigt, was die Apartheid aus den Menschen gemacht hat. Im Mittelpunkt steht der Geschichtslehrer Zamani, der von allen Leuten respektiert wird, obwohl er seine Schülerin Mimi vergewaltigt hat. Früher rebellierte er gegen die Apartheid. Mittlerweile hat er sich längst mit dem Regime arrangiert und organisiert auf Geheiß des Schuldirektors das Picknick für den Nationalfeiertag des Sieges der Buren über die Zulus. Als Zani, Mimis Bruder, in die Stadt zurückkehrt und Vergeltung für seine Schwester sucht, wird das Aufeinandertreffen der beiden Männer zu einer Auseinandersetzung von verlorener und wiedergefundener Würde.

Freitag 5.2.2010 | 18.30 Uhr | Filmforum Höchst

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Hidden Heart

Cristina Karrer, Werner Schweizer, Schweiz/Deutschland 2008, 35mm, 97 min, OmU, Dokumentarfilm

Der Name Christian Barnard steht für die weltweit erste gelungene Herztransplantation an einem Menschen. Der weiße Südafrikaner hat die Erfolgsgeschichte von 1967 jedoch nicht allein geschrieben. Zum Gelingen der damals sensationellen Operation hat unter anderem auch ein schwarzer Südafrikaner maßgeblich beigetragen: Hamilton Naki - ein Mann mit nur sechs Jahren Schulbildung, der sich vom Gärtner zum begabten Chirurgieassistenten hinaufarbeitete. Erst nach Barnards Tod wurde Naki entdeckt und zu einer Leitfigur im neuen Südafrika. Der Film erzählt die Geschichte der beiden Männer, die im System der Apartheid diametral verschiedene Chancen hatten.

Mittwoch 10.2.2010 | 18.30 Uhr | Filmforum Höchst

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Inland - Gabbla

Tariq Teguia, Algerien 2008, 35mm, 140 min, OmeU
mit Abdelkader Affak, Ines Rose Djakou

Malek ist ein Topograf, der im kargen Westen Algeriens seiner Arbeit nachgeht. Als er in einer Nacht von Explosionen geweckt wird, merkt er, dass er in der Nähe eines Minenfelds Station gemacht hat. Eines Abends findet Malek eine junge schwarze Frau, die sich in seinem Bauwagen versteckt hat. Er ist bereit ihr zu helfen, die Flucht fortzusetzen, aber sie hat sich anders entschieden und will zurück in ihr Land südlich der Sahara. So machen sich die beiden auf eine Reise durch ein Land, das von Armut, Fundamentalismus und Krieg gezeichnet ist.
Teguias eindringlicher Film besticht durch die grandiosen Wüstenbilder und die kontemplative Ruhe, die diese ausstrahlen.
„Von Europa aus hat man eine vereinfachte Sichtweise auf die Migrationsbewegungen als Einbahnstraße vom Süden nach Norden. Aber diese Bewegungen sind ungeheuer komplex. Das Essentielle geschieht in Afrika, nicht in Europa. Sehr viele Migranten lassen sich in einem anderen Land nieder, ohne den Kontinent zu verlassen.“ (Tariq Teguia, Cahiers du Cinéma 4/2009)

Mittwoch 10.2.2010 | 20.30 Uhr | Filmforum Höchst

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Izulu Lami - My Secret Sky

Madoda Ncayiyana, Südafrika 2008, 96 min, Beta SP, OmeU (Zulu)
mit Sobahle Mkhabase, Sibonelo Malinga

Die 10 Jahre alte Themba und ihr 8 Jahre alter Bruder Kheyi begeben sich nach dem Tod ihrer Mutter auf die Reise aus ihrem ländlichen Heimatort in die Hafenstadt Durban und schließen sich dort einer Straßengang an. Das junge Mädchen träumt davon, den Wunsch seiner Mutter zu erfüllen und mit derer einzigen Hinterlassenschaft, einer Grasmatte, einen Wettbewerb zu gewinnen. Nach mehreren Enttäuschungen findet es am Ende zu seinen eigenen Wünschen.

Das Spielfilmdebüt des Theater- und Filmregisseurs Madoda Ncayiyana erzählt eine Geschichte von Durchhaltevermögen und Hoffnung. Angesiedelt in der südafrikanischen Provinz Kwazulu Natal ist er ganz in der dortigen Sprache isiZulu gedreht. Ebenso wie der Regisseur selbst kommen die Kinder, die er mit größter Sorgfalt ausgewählt hat, aus den umliegenden Dörfern, Townships und Ghettos der Hafenmetropole und verleihen dem Film durch ihr wunderbares Spiel eine besondere Authentizität.
Ein modernes afrikanisches Märchen mit politischer Botschaft, das zur Diskussion über Aids und Waisenkinder anregen soll.

Sonntag 7.2.2010 | 12.00 Uhr | Mal Seh’n Kino
Montag 8.2.2010 | 20.00 Uhr | Caligari Filmbühne
Dienstag 9.2.2010 | 18.30 Uhr | Filmforum Höchst

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Jerusalema

Ralph Ziman, Südafrika 2008, 35mm, 120 min, engl. OF
mit Rapulana Seiphemo, Ronnie Nyakale
(Bester Schauspieler, Beste Kamera, Bester Schnitt, FESPACO-Preis 2009)

Die authentische Geschichte vom Aufstieg und Fall des südafrikanischen Gangsters Lucky Kunene. Lucky ist im Township Soweto geboren und träumt von einem BMW und einem Haus am Meer. Seine Zukunft sieht aber eher düster aus. So versucht er sich zunächst mit Autodiebstählen und flieht, als seine Bande auffliegt, nach Hillbrow, Johannesburg. Krumme Immobiliengeschäfte machen ihn dort schließlich zum meistgefürchteten Unternehmer. Mit einem selbstgegründeten Peoples Housing Trust bringt er heruntergekommene Wohnblocks, die von ihren Besitzern vernachlässigt wurden, in seinen Besitz. Jedoch nicht nur die Polizei, auch der nigerianische Drogentycoon will Kunene an den Kragen.

Im Stil amerikanischer Actionfilme verbindet Jerusalema anspruchsvolles Genrekino mit der sozialen Realität seines Landes.

Mittwoch 3.2.2010 | 20.30 Uhr | Filmforum Höchst
Samstag 6.2.2010 | 22.00 Uhr | Mal Seh’n Kino

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Keiskamma - A story of love

Miki Redelinghuys, Südafrika 2007, Beta SP, 90 min, OmeU, Dokumentarfilm

Zum zweiten Mal hat die GTZ in Kooperation mit dem „Zanzibar International Film Festival (ZIFF)“ und dem „Southern Africa Communications for Development“ (SACOD) den Ousmane-Sembène-Films-for-Development Award vergeben.
In diesem Jahr ging er an die Südafrikanerin Miki Redelinghuys für ihren Film Keiskamma/A story of love. „Dieser Film hat uns zutiefst beeindruckt und berührt. (…) In eindrucksvoller Weise zeigt er, welchen Herausforderungen eine ländliche Dorfgemeinschaft aufgrund von HIV und AIDS gegenübersteht“, so die Begründung der Jury. Mit dem Preis werden Filme ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise mit Themen der Entwicklungszusammenarbeit auseinandersetzen. Insgesamt waren 17 afrikanische Filme zu HIV/AIDS, Gender, Bildung und Armut für den mit 5.000 US-Dollar dotierten Preis nominiert.

Donnerstag 11.2.2010 | 20.30 Uhr | Filmforum Höchst
Zu Gast: Carmen Perez Samaniego (GTZ) und Thomas Wassermeyer (Initiator des Filmpreises)

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Lieux saints - Sacred Places

Jean Marie Teno, Kamerun/Fr 2009, DigiBeta, 70 min, Dokumentarfilm

Ein sehr persönlicher Blick auf das künstlerische Überleben in feindlicher Umgebung, der darüber hinaus Überlegungen zum afrikanischen Kino anstellt.
Bouba hat im Viertel St. Leon in Ouagadougou einen Videoclub gegründet, in dem er Filme für Kinder und Familien, aber auch Actionfilme zeigt. Jules César ruft mit seiner Djèmbe die Leute zusammen, um das abendliche Filmprogramm anzukündigen. Auch die Muslime des Viertels treffen sich hier zum Gebet.

„Dass sich meine beiden Protagonisten ergänzen, hat sich mir erst langsam erschlossen. Bei ihrer Arbeit für den Video-Club sind sie wie zwei Seiten einer Medaille. Diese zwei Figuren werden mich in meiner weiteren filmischen Arbeit begleiten, die sich mit der Rolle und dem Platz des Kinos auf einem Kontinent beschäftigt, auf dem der afrikanische Filmemacher Mühe hat, sein Werk zu verbreiten.“ Jean-Marie Teno

Sonntag 7.2.2010 | 18.00 Uhr | Mal Seh’n Kino

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Mascarades

Lyes Salem, Algerien/Frankreich 2008, 35mm, 92 min, OmeU (Arabisch, Französisch)
mit Lyes Salem, Sarah Reguieg

Fern von Larmoyanz und einer Fokussierung auf religiöse Konflikte hat der 1973 geborene Regisseur Lyes Salem eine wunderbar satirische Komödie gedreht.
Ein Dorf irgendwo in den Bergen Algeriens. Mounir, ein ganz normaler Macho, der mit kleinen Geschäften seine Familie mehr schlecht als recht durchs Leben bringt, hat im Grunde nur ein großes Problem: Seine Schwester Rym ist noch unverheiratet und die Dorfbewohner beginnen, sich über sie und ihn lustig zu machen.
Völlig betrunken verkündet er eines Abends, dass er einen reichen Heiratskandidaten für sie gefunden habe. Jetzt steht er endlich im Mittelpunkt – von Gier und Eifersucht. Aber Rym hat sich längst in Mounirs besten Freund, Khliffa, verliebt…

Samstag 6.2.2010 | 20.30 Uhr | Filmforum Höchst
Sonntag 7.2.2010 | 20.00 Uhr | Mal Seh’n Kino

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Mapantsula

Oliver Schmitz, Südafrika/Australien 1988, 16mm, 109 min, DF
mit Thomas Mogotlane, Dolly Rathebe

Panic, ein kleiner Gauner, schlägt sich als Taschendieb durchs Leben. Für Schwarze, die sich ihr Geld durch Arbeit bei den Weißen verdienen, hat er nur Verachtung übrig. Als er zufällig in eine Demonstration gerät und verhaftet wird, findet er sich in einer Zelle mit politischen Aktivisten wieder. Engagement gegen die Apartheid hat ihn bisher wenig berührt, doch nun versucht ein skrupelloser Polizist, ihn dazu zu bewegen, seine Mithäftlinge auszuhorchen. Panic muss sich für eine Seite entscheiden und begreift, dass es hier nicht nur um ihn selbst geht.
Mapantsula wurde auf dem Höhepunkt des Ausnahmezustands im Untergrund gedreht, auf Festivals im Ausland gefeiert und in Südafrika sofort von der Zensur verboten. Mittlerweile besitzt der Film dank seiner kompromisslosen Haltung Kultstatus.

"Wir wollen keinen Film über einen politischen Aktivisten machen, sondern zeigen, wie jemand politisch wird, der vorher nur in den Tag hineinlebte und plötzlich seine Situation erkennt und sie ändern will." (Oliver Schmitz)

Donnerstag 4.2.2010 | 18.30 Uhr | Filmforum Höchst

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Nothing but the Truth

John Kani, Südafrika 2008, 35mm, 81 min, engl. OF
mit John Kani, Warona Seane
Zweiter Preis beim FESPACO-Festival in Ouagadougou (Burkina Faso)

Kanis preisgekrönter Film basiert auf seinem gleichnamigen erfolgreichen Theaterstück. Mit sich selbst in der Hauptrolle erzählt er die Geschichte von Sipho,der sein Leben im Schatten seines Bruders, des berühmten Freiheitskämpfers Themba, verbracht hat. Obwohl er jahrzehntelang in einer Bibliothek arbeitete und loyal zum ANC stand, wird er nach dem Ende der Apartheid nicht befördert, während sein Bruder, der nach Jahren im Exil nicht zurückgekehrt ist, als Held gefeiert wird. Sipho steht damit für die vielen Südafrikaner, deren Hoffnungen auf die Anerkennung ihres Leids und auf ein besseres Leben durch den jungen südafrikanischen Staat bitter enttäuscht wurden.
John Kani hinterfragt mit Nothing But the Truth nicht nur den Mythos der Freiheitskämpfer; er macht auch den Weg für eine Versöhnung frei.

Donnerstag 4.2.2010 | 20.00 Uhr | Mal Seh’n Kino
Freitag 5.2.2010 | 20.30 Uhr | Filmforum Höchst

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The Painter

Winnie Ganisha, Uganda/GB 2010, 24 min, engl OF

Kefa Musinguzis Karriere als Maler in Uganda will nicht richtig in Schwung kommen. Auch sein Verhältnis zu seiner Muse und Geliebten Rita leidet darunter. Eines Morgens erhält er eine Einladung, in der Schweiz auszustellen ...
Entstanden im Rahmen eines Wettbewerb des Goethe-Instituts, „Latitude- Quest for the Good Life“ mit Unterstützung der Art in Africa Stiftung für die Kulturen Afrikas.

Sonntag 7.2.2010 | 18.00 Uhr | Mal Seh’n Kino

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Sea Point Days

François Verster, Südafrika 2008, Beta SP, 93 min, OmeU (Afrikaans, Englisch)

Die Sea Point Promenade in Kapstadt liegt an einem wunderschönen Flecken an der Atlantikküste. Zur Anlage gehören zahlreiche Freizeiteinrichtungen sowie mehrere Pools. Während der Apartheid war der Strand ausschließlich Weißen vorbehalten. Dies hat sich mit Ende der Apartheid vor knapp 20 Jahren schlagartig geändert, heute genießen auch Schwarze hier ihre Freizeit...

Sea Point ist ein Mikrokosmos der heutigen südafrikanischen Gesellschaft, Treffpunkt der Ethnien, Klassen und Generationen. Über vier Jahre lang filmte Regisseur François Verster dort: „Ursprünglich sollte der Film das Thema Glück bzw. Zufriedenheit in Südafrika untersuchen. Hierfür schien dieser Ort prädestiniert. Schon bald aber stellte sich heraus, dass diese Suche zu vielschichtigen und komplexen Ergebnissen führte. So wie der Film heute ist, beschäftigt er sich vielmehr mit der Schnittmenge von Ethnien, Klasse, Schönheit, Angst, Glauben, Glück, Identität als mit den einzelnen Themen an sich. (...) Ich habe versucht das Medium Film an sich zu nutzen, um der widersprüchlichen südafrikanischen Identität eine Stimme zu verleihen.“

Sonntag 7.2.2010 | 14.00 Uhr | Mal Seh’n Kino

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Shirley Adams

Oliver Hermanus, Südafrika 2009, Beta SP, 92 min, OmeU (Englisch, Afrikaans)
mit Denis Newman, Keenan Arrison

Kapstadt, Südafrika. Shirley Adams kümmert sich um ihren Sohn Donovan, der auf dem Heimweg von der Schule von einer Kugel getroffen wurde und seitdem invalid ist. Die Behandlungskosten haben die Familie ruiniert. Shirley ist pleite, arbeitslos und ohne Mann – der sie sitzen gelassen hat. Als Tamsin Ranger, eine junge Physiotherapeutin, in ihr Leben tritt, hofft Shirley, dass es ihr gelingt, Donovan aus seiner Depression zu holen.

Völlig unsentimental zeigt Hermanus’ konzentriertes Debüt mit großer Ernsthaftigkeit die unaufhaltsame Spirale von Armut und Gewalt. Ein einziges Ereignis vermag eine ganze Familie zu zerstören. Über 10 Jahre hat der Regisseur die auf einer wahren Begebenheit beruhende Geschichte mit sich herumgetragen, bis er eine passende Umsetzung gefunden hatte. Das Portrait der willensstarken Mutter ist dabei exemplarisch in die schwierige Situation des ganzen Landes eingebettet.

Donnerstag 4.2.2010 | 18.00 Uhr | Mal Seh’n Kino
Samstag 6.2.2010 | 18.30 Uhr | Filmforum Höchst
Dienstag 9.2.2010 | 20.00 Uhr | Caligari Filmbühne Wiesbaden

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Soul Power

Jeffrey Levy-Hinte, USA/D.R. Kongo 2009, 35mm, 93 min, OmeU
mit James Brown, Miriam Makeba, B.B. King, Celia Cruz, The Crusaders, Sister Sledge, Big Black, Bill Withers u.a.

Im Jahre 1974 findet im damaligen Zaire ein nie da gewesenes Kulturereignis statt, das als das legendäre African Woodstock in die Geschichte eingeht. Amerikanische Rhythm&Blues- und Soul-Musiker der damaligen Zeit, unter ihnen Stars wie James Brown, B. B. King und The Spinners treffen auf südafrikanische wie Miriam Makeba und Afrisa und markieren den Beginn eines musikalischen Austausches zwischen den beiden Kontinenten. Vereint in ihrer Leidenschaft für die Musik und beseelt von der Black Power der späten 60er Jahre, feiern sie in Kinshasa ihre gemeinsamen Wurzeln und die pure Lebensfreude.
Die drei Konzerte, initiiert von Hugh Masekela, waren ursprünglich als Rahmenprogramm zum Boxkampf zwischen Muhammad Ali und George Foreman gedacht. Die Veranstalter des Festivals engagierten ein ganzes Team bekannter Kameramänner, um das Konzert zu dokumentieren. Das Filmmaterial blieb jedoch aus rechtlichen Gründen zunächst unbearbeitet. Erst in den 90ern wurde es zu Teilen ausgewertet und es entstand der Film When We Where Kings, der fast ausschließlich vom Boxkampf handelt. Der Cutter dieses Filmes, Jeffrey Levy-Hinte, hat sich nun dem Material erneut gewidmet und die Musik in den Vordergrund gestellt.

Freitag 5.2.2010 | 22.00 Uhr | Mal Seh’n Kino
Samstag 6.2.2010 | 22.15 Uhr | Filmforum Höchst
Mittwoch 10.2.2010 | 20.00 Uhr | Murnau Filmtheater Wiesbaden

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U-Carmen eKhayelitsha

Mark Dornford-May, Südafrika 2004, 35mm, 120 min, OmU (Xhosa)
mit Pauline Malefane, Andile Kosi
(Goldener Bär, Berlinale 2005)

Die klassische Liebesgeschichte von Carmen und Don José vor dem Hintergrund des aufreibenden Alltags in einem südafrikanischen Township. Carmen ist keine Klischeefigur, sondern eine sinnliche, unabhängige Frau, deren Freiheitsliebe und Mut auch angesichts des Todes ungebrochen bleiben. Für die Musikaufnahmen wurden die Liedtexte der Oper in Xhosa übersetzt.

Samstag 6.2.2010 | 16.00 Uhr | Filmforum Höchst
Sonntag 7.2.2010 | 15.30 Uhr | Filmforum Höchst

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When the Mountain meets its Shadow

Alexander Kleider, Daniela Michel und Romin Khan, Deutschland 2009, Beta SP, 80 min, OmU, Dokumentarfilm

Erzählt werden die berührenden Geschichten von Ashraf, Zoliswa und Arnold, die in den Armenvierteln rund um Kapstadt auf unterschiedliche Art und Weise ums Überleben kämpfen.
Während Ashraf und sein Freund Mne nachts durch die Townships ziehen, um gegen die Privatisierung von Wasser, Strom und Land zu kämpfen, vertrauen Zoliswa und Arnold auf ihre eigene Arbeitskraft.
Als die Stadtverwaltung eine komplette Armensiedlung wegen der Fußball-WM 2010 räumen lassen will, werden Ashraf und sein Freund Mne mit ihren eigenen unverarbeiteten Erlebnissen aus der Zeit der Apartheid konfrontiert …
Mit starken Bildern und beeindruckenden Geschichten zeichnet der Film das sensible Portrait einer Gesellschaft im Wandel zwischen Apartheid und kapitalistischer Postmoderne.

Samstag 6.2.2010 | 18.00 Uhr | Mal Seh’n Kino
Zu Gast: Alexander Kleider, Daniela Michel, Romin Khan und Usche Merk (medico international, Projektkoordination Afrika)
Montag 8.2.2010 | 18.30 Uhr | Filmforum Höchst
Dienstag 9.2.2010 | 18.00 Uhr | Caligari Filmbühne

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