Africa Alive 2012 // mehr Information // Programmübersicht // Veranstaltungsorte und Preise // Programmheft // Archiv
 

Im Januar 2011 begann sich die nordafrikanische - arabische Welt zu bewegen. Zuerst in Tunesien und dann Ägypten stand die Zivilgesellschaft auf und vertrieb schließlich die Machthaber Ben Ali und Mubarak. Die Welt blickt überrascht auf Nordafrika. Auch in Marokko und Algerien manifestierte sich der Protest. Und schließlich rebellierten die Menschen in Libyen.

Seitdem ist ein Jahr vergangen und die Situation ist nach wie vor unsicher. Seither gab es viele Analysen, Reportagen und Prognosen. Auch die nordafrikanischen Filmemacher/innen reflektierten vor und nach den Revolutionen die gesellschaftlichen Zustände in ihren Ländern. So wurden die Filme MAMNOU (2011) von Amal Ramsis und LAICITÉ INCH’ALLAH (2011)von Nadia El Fani, beide schon vor den Aufständen gedreht und gewissermaßen von ihnen überrascht: Sehr genau zeigen sie die Missstände im eigenen Land auf und lassen deutlich werden, wie es zu der Revolution kommen konnte. Beide sind auch heutzutage noch der Kritik im eigenen Land ausgesetzt und haben Probleme ihre Filme dort zu zeigen.

Der Vortrag von Irit Neithardt Filme als Seismographen der Revolte? gibt einen kurzen Einblick in die ägyptische Filmindustrie und fragt welche Rolle die neuen unabhängigen Produktionen für den Wandel in der Gesellschaft gespielt haben.

Ein weiterer Anlass für den diesjährigen Themenschwerpunkt bietet das 50jährige Jubiläum der Unabhängigkeit Algeriens, das im Juni 2012 gefeiert wird. Mit Klassikern wie LA BATTAGLIA DI ALGERI (1966) und OCTOBRE À PARIS (1962) sowie aktuellen Filmen wendet sich Africa Alive besonders der Zeit des Befreiungskampfe (1954 – 1962) zu. In drei Filmen wird zudem das Massaker vom 17. Oktober 1961 thematisiert, bei dem Hunderte von Algeriern/ innen, die an einer friedlichen Demonstration in Paris teilnahmen, zu Tode kamen.

Zu diesem Thema wird am 2. Februar 2012 in der Universität Frankfurt eine Veranstaltung mit dem Titel HISTOIRE(N) NOYÉE(S) – ERTRÄNKTE GESCHICHTE(N) stattfinden. Erwartet werden der Autoren des Buchs „La bataille de Paris – 17. Octobre 1961“ Jean – Luc Einaudi und weitere Gäste.

Untrennbar mit dem antikolonialen Befreiungskampf ist der Name Frantz Fanon verbunden, dessen Todestag sich 2011 zum 50sten Mal jährte.

Nicht nur durch seine grundlegenden Texte wie »Les Damnes de la Terre« (Die Verdammten dieser Erde) und »Peau noir – Masques blancs« (Schwarze Haut – weiße Masken) sondern auch durch sein politisches Engagement in Algerien wurde er eine der Leitfiguren der antikolonialen Bewegungen.

Am 9. Februar findet in der Zentralbibliothek Frankfurt eine Lesung mit Texten von Fanon statt.

Natürlich stehen auch in diesem Jahr wieder die neuen afrikanischen Produktionen, die 2011 auf dem panafrikanischen Festival FESPACO in Burkina Faso vorgestellt wurden im Zentrum von Africa Alive. Neben den nordafrikanischen Filmen PEGASE (2009), VOYAGE À ALGER (2009) zeigen wir LE POIDS DU SERMENT(2011) und NOTRE ÉTRANGÈRE (2009) aus Burkina Faso sowie LE MEC IDEAL (2010) aus der Elfenbeinküste.

Als Gast erwarten wir den Regisseur von LE POIDS DU SERMENT Kollo Daniel Sanou sowie die Hauptdarstellerin Dorylia Calmel des Filmes NOTRE ÉTRANGÈRE.

 


Kontakt:

Deutsches Filminstitut — Deutsches Filmmuseum
Natascha Gikas
Schaumainkai 41
60596 Frankfurt am Main
Tel.: 069/96 12 20 502
Fax: 069/96 12 20 519
E-Mail: gikas@deutsches-filminstitut.de
www.deutsches-filmmuseum.de

Filmforum Höchst
Im Neuen Theater
Klaus-Peter Roth
Emmerich-Josef-Strasse 46a
65929 Frankfurt am Main
Tel.: 069/21245664
E-Mail: klaus-peter.roth.vhs@stadt-frankfurt.de
http://filmforum.neues-theater.de

 



Veranstalter:

Africa Alive Team

Africa Foundation e.V.

Afroton – Kulturprojekte

Deutsches Filminstitut – DIF e.V.

Dialog International e.V.

Filmforum Höchst der VHS Frankfurt

Medienzentrale der EKHN

In Kooperation mit

Goethe-Universität, Institut für Romanische Sprachen und Literaturen

Forum France et Monde Francophone

Zentralbibliothek in der Stadtbücherei


www.africa-alive.de


Mit freundlicher Unterstützung von

Aufblende FOK e.V.

Evangelischer Entwicklungsdienst (EED)/ABP

Hessische Filmförderung

Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Stadt Frankfurt am Main - Amt für Multikulturelle Angelegenheiten

Stadt Frankfurt am Main - Kulturamt

Filmhaus Frankfurt